14 Aug 21

Sieg von di Grassi in Berlin hält das Saison-Finale spannend und bringt Audi näher an den Titel

Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) reihte sich mit seinem atemberaubenden Sieg im 14. Rennen beim BMW i Berlin E-Prix, präsentiert von CBMM Niobium, in die Ränge der Top-Anwärter auf den Meistertitel ein, nachdem er um eine Zehntelsekunde schneller war als Edoardo Mortara von ROKiT Venturi Racing, während Mitch Evans (Jaguar Racing) als Drittplatzierter auf dem Podium steht.

Lucas di Grassi hält das Finale der ABB FIA Formula E Weltmeisterschaft 2020/21 mit seinem Sieg für Audi Sport ABT Schaeffler im 14. Rennen beim BMW i Berlin E-Prix, präsentiert von CBMM Niobium, weiterhin äußerst spannend.

Der Brasilianer setzte seinen 35-kW-Energieschub durch den ANGRIFFSMODUS mit vollendeter Perfektion ein und überquerte damit sehr knapp vor Edo Mortara von ROKiT Venturi Racing die Ziellinie, während Mitch Evans (Jaguar Racing) das Rennen auf Platz Drei beendete.

ERGEBNISSE: Der Berlin E-Prix – 14. Rennen

Di Grassi begann das Rennen in der zweiten Startreihe hinter dem ersten der beiden DS TECHEETAH Fahrer in der ersten Startreihe, Jean-Eric Vergne, der für zwei Drittel des Rennens in Führung lag. Die DS-Rennpiloten wurden schließlich überholt vom Audi-Duo aus di Grassi und seinem Teamkollegen Rene Rast, der sich vom 12. Startplatz bis auf Platz Zwei vorgearbeitet hatte. Nachdem sich die beiden Audi-Fahrer an die Spitze gesetzt hatten, wurden sie von den ROKiT Venturi Racing Fahrern Edoardo Mortara und Norman Nato überholt, nachdem diese ihren ANGRIFFSMODUS-Energieschub aktiviert hatten. Da Costa fiel schließlich bis auf Platz Sechs und Vergne auf den siebten Rang zurück, während die Aufholjagd von Rast ebenfalls nicht lange anhielt, da er das Rennen am Ende auf Platz Neun abschloss.

14. Rennen – Top Drei

Di Grassi aktivierte erst sehr spät seinen ANGRIFFSMODUS, und der gewiefte Rennpilot zog den maximalen Nutzen daraus. Er überholte in der Schlussphase zuerst Nato und dann Mortara, und verteidigte sich erfolgreich gegen letzteren bis zur Ziellinie, was ihm den Rennsieg einbrachte. Währenddessen hatte sich Evans von Platz Sieben bis auf Platz Drei vorgearbeitet und beendete das Rennen vor Nato auf Platz Vier und Jake Dennis (BMW i Andretti Motorsport) auf Platz Fünf. 

Der Spitzenreiter der Fahrerwertung Nyck de Vries (Mercedes-EQ) konnte das Rennen nicht abschließen und musste von der Boxengasse aus zusehen. Er ist jedoch nach wie vor der Top-Platzierte für den Weltmeistertitel in der Fahrerwertung, vor Mortara jetzt auf Platz Zwei, mit nur drei Punkten Rückstand, während Dennis Platz Drei belegt. Auch Sam Bird musste einen starken Rückschlag hinnehmen; sein Jaguar stoppte an der Start- und Ziellinie aufgrund eines technischen Problems – das dritte Ausscheiden aus einem Rennen in Folge für den Briten, der gerade dabei gewesen war, in die Punkte einbringenden Positionen vorzurücken.

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Nichtsdestotrotz ist Evans durch seinen Platz auf dem Podium nun Vierter in der Fahrerwertung, und Jaguar an der Spitze der Teamwertung, mit fünf Punkten Vorsprung vor DS TECHEETAH.

Mehr als die Hälfte aller Fahrer kann immer noch den Meistertitel gewinnen, und die Top Sieben der Fahrerwertung, bis hin zum amtierenden Champion da Costa, liegen um nur neun Punkte auseinander. Es wird also ein unglaublich spannendes Finale.

So spielte es sich ab

Vergne auf der Poleposition war ein guter Start gelungen, während da Costa versuchte, seinen Teamkollegen im langen Linksabschnitt der 1. Kurve zu bedrängen. Die beiden setzten sich vom Rest des Fahrerfelds ab, das damit beschäftigt war, dass Evans angefangen hatte, Buemi außen zu überholen und den Schweizer auf Platz Sechs zu beharken.

In den ersten zehn Minuten ging es hauptsächlich darum, die Reifen, die Batterie und die Temperaturen angemessen zu managen, obwohl di Grassi sein Bestes tat, um die beiden DS-Fahrer an der Spitze unter Druck zu setzen – die drei Fahrer an der Spitze hatten im ersten Drittel des Rennens weniger als eine Sekunde Zeitabstand zueinander.

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In der 8. Runde kam der Jaguar von Bird aufgrund eines technischen Problems an der Start- und Ziellinie zum Stehen, als der Brite gerade in greifbare Nähe der ersten Punkte einbringenden Ränge gekommen war – ein herber Rückschlag für seine Meistertitel-Aussichten. Der MINI Electric Pacesetter musste ausrücken, während das Auto von der Rennstrecke geborgen wurde, und bei knapp einer halben Stunde verbleibender Rennzeit ging das Rennen wieder weiter.

Eine Zeitdauer von acht Minuten für eine einzelne ANGRIFFSMODUS-Aktivierung war die zusätzliche Variable, mit der Fahrer und Techniker arbeiten konnten, anstelle des üblichen Vier-Minuten-Zeitraums für den 35-kW-Energieschub. Die ersten Top-10-Rennpiloten, die durch die Aktivierungszone fuhren, waren Oliver Rowland von Nissan e.dams und sein Teamkollege Sebastien Buemi auf den Plätzen Acht und Neun.

Der Kampf um diese letzten Punkte einbringenden Positionen definierte zur Halbzeit das Geschehen. Rast überholte sowohl Andre Lotterer (Porsche) als auch Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) während seines ANGRIFFSMODUS-Einsatzes. Nachdem er den letzten Abschnitt in der 15. Runde sauber durchfahren hatte, startete er eine Runde später seinen Angriff auf BMW-Fahrer Dennis auf Platz Sieben.

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In der 18. Runde kam es an der Haarnadelkurve zum Führungswechsel, als da Costa seinen Teamkollegen in der Kurve überholte. Auch Rast war noch lange nicht fertig. Er überholte Evans auf Platz Sechs, Nato auf Platz Fünf und Mortara auf Platz Vier, und setzte sich dann hinter Vergne – während der Franzose von seinem Teamkollegen di Grassi überholt wurde – und war damit in der Position für einen Platz auf dem Podium, mit den beiden Audis auf den Plätzen Zwei und Drei. Ein unglaublicher Fortschritt für den Deutschen, der das Rennen vom 12. Startplatz aus begonnen hatte.

Der prägnante Aufstieg der Audis setzte sich weiter fort, als die beiden Fahrer auch da Costa angriffen und in der 1. Kurve in der 20. Runde an ihm vorbeizogen, worauf dann auch Mortara während seiner ANGRIFFSMODUS-Aktivierung nachfolgte. Der schweizerisch-italienische Fahrer nutzte seinen zusätzlichen 35-kW-Energieschub noch weiter, um bei 17 Minuten plus einer Runde verbleibender Rennzeit beide Audis zu überholen, und sein Venturi-Teamkollege Nato tat es ihm gleich. Ein kompletter Führungswechsel an der Front in nur eineinhalb Runden, mit den beiden Autos mit Mercedes-Antriebsstrang des monegassischen Teams nun gemeinsam an der Spitze.

Ohne Vorwarnung lag das DS-Fahrerduo aus Vergne und da Costa, nachdem es die meiste Zeit des Rennens die Führungsposition verteidigt hatte, plötzlich auf den Plätzen Fünf und Acht. Zu Beginn der letzten Viertelstunde verbleibender Rennzeit führte Mortara vor seinem Teamkollegen Nato, di Grassi und Evans – der Neuseeländer hatte seinen verlängerten ANGRIFFSMODUS genutzt, um auf den vierten Platz vorzurücken, mit Dennis direkt hinter ihm. Da Costa war auf den sechsten Platz zurückgefallen, und Vergne auf Platz Sieben, Rast nun auf Platz Acht, Günther auf Platz Neun und Lotterer auf Platz 10.

Di Grassi aktivierte als einer der letzten Fahrer seinen 35-kW-Energieschub und nutzte diesen wirklich perfekt aus, als er in der 27. Runde beide Venturi-Fahrer überholte und sich an die Spitze setzte.

Evans kämpfte hingegen mit Nato um den letzten Platz auf dem Podium, während die letzten zehn Minuten des Rennens begannen. In der 30. Runde startete er beim Ausfahren aus der Haarnadelkurve einen weiteren Angriff, konnte den Franzosen jedoch nicht abschütteln, und die beiden Fahrer lieferten sich in den letzten Runden ein erbittertes Duell, was di Grassi und Mortara an der Spitze ermöglichte, vier Sekunden Zeitvorsprung herauszufahren.

Hinter Evans auf Platz Drei hatte sich inzwischen eine regelrechte Warteschlange gebildet. Nato, Vergne, da Costa und Günther lagen alle innerhalb von einer Sekunde Zeitabstand zueinander, aber sie veränderten ihre Positionen nicht mehr, und di Grassi holte sich den Sieg mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung vor Mortara.

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