21 Jul 20

Rückwärts, vorwärts und viele Kurven: die Strecken-Layouts für das große Finale

Als wären sechs Rennen innerhalb von neun Tagen nicht schon genug an sportlicher Herausforderung für Fahrer und Teams, hat die Formel E den Schwierigkeitsgrad für das große Finale in Berlin-Tempelhof (5. bis 13. August) noch einmal zusätzlich erhöht.

Als wären sechs Rennen innerhalb von neun Tagen nicht schon genug an sportlicher Herausforderung für Fahrer und Teams, hat die Formel E den Schwierigkeitsgrad für das große Finale in Berlin-Tempelhof (5. bis 13. August) noch einmal zusätzlich erhöht. Die Rennen werden mit unterschiedlichen Streckenführungen ausgetragen, die den Teams bislang nicht bekannt waren. Eine gezielte Vorbereitung im Simulator war so nicht möglich – bis heute. Nun – 15 Tage vor dem Showdown in der Hauptstadt – ist das Geheimnis der Strecken-Layouts gelüftet.

 

„Das ist auch eine verrückte neue Herausforderung. Wir konnten uns nicht groß darauf vorbereiten. Das wird alles etwas durcheinanderwürfeln und es schwierig für jeden machen“, sagt Daniel Abt. Der Berlin-Sieger 2018 wird nach einem Teamwechsel beim Saisonfinale für NIO 333 antreten.  

 

Bereits beim ersten Renn-Doppelpack am 5. und 6. August erwartet die Teams eine Änderung im Vergleich zum Vorjahresrennen. Die Fahrer müssen das gleiche Layout wie beim Berlin E-Prix 2019 meistern, allerdings in entgegengesetzter Richtung. Der Kurs führt im Uhrzeigersinn durch das frühere Flughafen-Gelände.

 

Bei den beiden Rennen am 8. und 9. August können die Teams zumindest auf die Daten aus der vergangenen Saison zurückgreifen. Dann wird der Kurs in der gleichen Richtung wie im Vorjahr befahren.

Die letzten Läufe der Season 6 am 12. und 13. August entscheiden dann nicht nur über den Titel in der ABB FIA Formel E Meisterschaft 2019/20, sie stellen auch die schwierigste Aufgabe dar. Für diese beiden Rennen werden auf dem Kurs nach der langen Geraden zusätzliche Kurven eingebaut. Statt zehn sind dadurch 16 Richtungsänderungen auf dem Tempelhofer Feld zu durchfahren.

„Das Ziel muss sein, sich so schnell wie möglich an die veränderten Layouts anzupassen. Es wird das Energiemanagement erschweren“, erklärt Abt die Marschroute. Er freut sich aber auf diese zusätzliche Herausforderung: „Normalerweise verbringt man als Fahrer viel Zeit im Simulator, um das einzuüben. Es hat etwas vom klassischen Rennsport, als noch keiner Simulatoren zur Verfügung hatte.“