Geschichte der Formula E

Herzlich Willkommen zur Geschichte der ABB FIA Formula E Weltmeisterschaft

Was im Jahr 2011 lediglich als gemeinsamer Traum von Formula E Gründer Alejandro Agag und FIA Präsident Jean Todt seinen Anfang nahm, hat sich inzwischen zur am schnellsten wachsenden Motorsportserie der Welt entwickelt. Im Vorfeld der Saison 2020/21 erlangte die Formula E Weltmeisterschaftsstatus und heißt nun ABB FIA Formula E World Championship.

Die Idee für eine rein elektrische Street-Racing-Rennserie begann mit ein paar Notizen auf einer Serviette.

Am Abend des 3. März 2011 trafen sich FIA-Präsident Jean Todt und der spanische Geschäftsmann und spätere Formula E Vorsitzende Alejandro Agag in einem Restaurant in Paris und formulieren ihre Ideen mit nur wenigen Worten zu dem, was sich zur ersten rein elektrischen internationalen Formel-Meisterschaft der Welt entwickeln würde. 

Die Gründungsmission der Formula E bestand darin, mit den besten Rennfahrern und Teams am Start, Rennen auf den Straßen der berühmtesten Städte der Welt zu fahren – mit dem Ziel, die Möglichkeiten nachhaltiger Mobilität zu zeigen und Elektrofahrzeuge in den Vordergrund des öffentlichen Bewusstseins zu rücken – für eine bessere, saubere Welt.

Seit dem Debüt auf dem Gelände des Olympiaparks in Peking im Jahr 2014 hat sich die Formula E zu einer globalen Unterhaltungsmarke entwickelt, deren Herzstück der Motorsport ist. Mit 12 Teams und 24 Fahrern am Start ist die Meisterschaft zu einem Ziel für die besten Teams und Fahrer im Motorsport geworden.

1. Saison – 2014/15

In nur drei Jahren schaffte es die Formula E vom Konzept zur Realität – mithilfe von Prototypen, innovativen EF-Technologien für die Rennstrecke und dem Gen1-Auto. Das erste Rennen fand vor sechs Jahren beim weltweiten Debüt der Rennserie auf dem Gelände des Olympiaparks in Peking statt.

Vom Konzept zur Realität in weniger als einem Jahr. Der Formulec-Prototyp legte 2012 den Grundstein für das Gen1-Auto.

Die Formula E begann mit einer echten Revolution, der Enthüllung des Gen1-Autos – dem ersten rein elektrischen Formel-Rennwagen im Motorsport. 150 kW Motorleistung in der Rennkonfiguration und eine Beschleunigung von 0 auf 60 km/h in unter drei Sekunden.

Das Gen1-Auto war mit Batterie-Technologie ausgestattet, die bis dahin noch nie auf einer Rennstrecke erprobt wurde, und es bildete das Fundament für das Racing-Konzept der Formula E, das zeigt, was mit der allerneuesten EF-Technologie alles möglich ist. Es wurden zwei Autos pro Fahrer für den Ausgleich der Diskrepanz zwischen der begrenzten Batterie-Kapazität und den hohen Geschwindigkeiten beim Rennen benötigt, um spektakuläre Racing-Action zu gewährleisten.

Seit dem allerersten E-Prix ist BMW i als offizieller Formula E Fahrzeugpartner beteiligt. Mit dem BMW i8 als Safety Car, dem i3 als Race Director Car und einem 530e iPerformance als Medical Car.

Der erste Rennkalender führte die Formula E in vierzehn verschiedene Länder für Rennen im Herzen vieler weltbekannter Großstädte, darunter London, Miami, Peking und Berlin.

Die Formula E begann die rein elektrische Street-Racing-Revolution mit dem Peking E-Prix 2014 am 13. September 2014, und nach 25 Runden entschied sich alles in der letzten Kurve der letzten Runde ... Lucas di Grassi schrieb seinen Namen als allererster Rennsieger der Formula E in die Geschichtsbücher.

In der letzten Kurve der letzten Runde in Peking kollidierten die Spitzenreiter Nicolas Prost (e.dams) und Nick Heidfeld (Venturi) in einer dramatischen Szene. Beide Fahrer kamen völlig unversehrt davon.

Die Formula E erneuerte auch ihre Vorschriften. Im 1. Rennen wurde der FANBOOST eingeführt, eine Premiere im Sport, die den Fans ermöglicht, eine aktive Rolle im Rennen zu spielen, indem sie abstimmen und ihrem Favoriten während des Rennens einen zusätzlichen Energieschub verleihen.

Die Gründungspartner DHL, Julius Bär, Michelin, BMW und TAG Heuer unterstützen die Formula E ebenfalls bei ihrer Mission, die Möglichkeiten nachhaltiger Mobilität zu veranschaulichen und eine saubere, bessere Welt zu schaffen.

In der 1. Saison wurden die Rennen von sieben verschiedenen Siegern aus sechs verschiedenen Teams gewonnen. Buemi führte das Fahrerfeld mit drei Siegen an, wobei Sam Bird und Nelson Piquet Jr. die einzigen anderen Fahrer waren, die mehr als einen Sieg davontragen konnten.

Nelson Piquet Jr. holte zwei Siege für China Racing/NEXTEV TCR sowie den ersten Titel in der Formula E Fahrerwertung. Er holte sich die Krone mit nur einem Punkt Vorsprung vor Buemi, und di Grassi wurde Dritter, nachdem alle drei mit einer Chance auf den Meistertitel ins Finale gegangen waren.

2. Saison – 2015/16

Der Rennkalender für die Saison 2015/16 bestand aus zehn Rennen in neun verschiedenen Städten, und die Formula E begrüßte sieben neue Hersteller. Neue Vorschriften ermöglichten es den Teams, ihre eigenen Motoren, Inverter, Getriebe und Hinterradaufhängungen zu entwickeln. Zusätzlich wurde die zulässige Motorleistung auf 170 kW (230 PS) erhöht.

Nach einem Ausfall beim Qualifying startete Sebastien Buemi beim Buenos Aires E-Prix in der letzten Reihe der Startaufstellung. Durch mehrere beeindruckende Überholmanöver, spätes Abbremsen und absolute Entschlossenheit konnte sich der Renault e.dams Fahrer durch die Konkurrenz arbeiten und sich mit einer der besten Formula E Performances aller Zeiten einen unglaublichen zweiten Platz sichern.

FIA-Präsident Jean Todt erfüllte sich seinen Traum von internationalen Autorennen auf den Straßen von Paris: „Ich habe immer von einem Rennen in Paris geträumt. Das haben wir mit der Formula E erreicht.“ Es war ein historischer Moment für die FIA und die Formula E, und die Stadt ist seither ein fester Bestandteil des Rennkalenders.

Buemi und di Grassi gingen beim letzten Rennen der Saison in London mit aller Entschlossenheit an den Start. Der Schweizer qualifizierte sich für die Poleposition, während di Grassi nach Buemis Teamkollegen Nico Prost auf dem dritten Platz startete. Der Kampf um den Meistertitel nahm durch die Zweikämpfe in der ersten Kurve eine neue Wendung, als die beiden Spitzenreiter der Gesamtwertung miteinander kollidierten.

Buemi toppte die Fahrerwertung mit nur zwei Punkten Vorsprung vor di Grassi, da er die schnellste Rundenzeit aufzeichnen konnte, nachdem er gezwungen war, sein zweites Auto einzusetzen. Renault e.dams behielt die Hersteller-Krone.

Lucas di Grassi fährt das Formula E Auto auf Arktis-Schelfeis in Grönland, um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das wärmste Jahr aller Zeiten, die Menge an Meereis, die von der arktischen Eisdecke abbricht und die historischen Höchststände des Meeresspiegels zu lenken.

3. Saison – 2016/17

In der 3. Saison gab es einige bedeutende Neuerungen im Rennkalender: der erste Besuch der Meisterschaft in Hongkong und die erste Reise nach Afrika, genauer gesagt nach Marrakesch, die Rückkehr des Monaco E-Prix, das erneute Rennen am Flughafen Tempelhof in Berlin nach einem Jahr auf der Karl-Marx-Allee und schließlich ein Doppelrennen in New York City – die erste Austragung eines Autorennens im Big Apple seit 1896.

Die legendäre britische Marke Jaguar kehrte zum ersten Mal seit 12 Jahren als Hersteller in den Motorsport zurück – als neues Formula E Team neben dem neu organisierten Team TECHEETAH, während ABT in Partnerschaft mit Audi ein Audi Sport „Werksteam“ gründete. Die US-Racing-Giganten Andretti wurden technischer Partner von BMW und legten damit den Grundstein für den bevorstehenden Eintritt der deutschen Marke in der 5. Saison.

Eine Neuerung zur Halbzeit der Produktlebensdauer des Gen1-Autos führte zur Einführung eines überarbeiteten und stärkeren Frontflügels, der den Strapazen von Straßenrennen besser gerecht wird und durch ein Technik-Upgrade der Batterietechnologie die Effizienz bei der Rekuperation um 50 Prozent erhöht. Der offizielle Reifenpartner Michelin stellte eine verbesserte Version seines Allwetterreifens mit geringerem Rollwiderstand und geringerem Gewicht vor.

Das erste Rennen in Hongkong gestaltete sich als zermürbender Kampf, da sich die Fahrer mit der neuen Rennstrecke langsam vertraut machen mussten. Sebastien Buemi (Renault e.dams) bahnte sich seinen Weg durch das Fahrerfeld, nutzte die Probleme der anderen Fahrer zu seinem Vorteil und sicherte sich den Sieg.

Buemi überwand seine Herabstufung beim Qualifying, nachdem sein Feuerlöscher aufgrund eines Lecks Füllung verloren und sein Auto deswegen als untergewichtig registriert worden war, durch seinen zweiten Sieg der Saison in Marrakesch, und wurde damit zum ersten Gewinner eines E-Prix in Afrika in der Geschichte der Rennserie.

Der Freerunner, Kunstturner und Hollywood-Stuntman Damien Walters, der bereits an Filmen wie „Captain America“ und „Skyfall“ mitgewirkt hat, scheut sich nicht vor riskanten Aktionen. Er schlug der Formula E seinen Traum-Stunt vor – ein perfektes Zusammenspiel von Mensch und Maschine: „The Leap Of Faith“ – Der Todessprung.

Buemi wurde zum ersten Fahrer mit drei aufeinanderfolgenden Siegen, als er in Buenos Aires erneut gewann.

Lucas di Grassi kämpfte sich trotz der Heckschäden an seinem Auto weiter vor und machte das Beste aus dem Ausrücken des Safety Car. Es gelang ihm, sich an die Spitze des Fahrerfelds zu setzen und in Mexiko den Sieg davonzutragen, womit er auch seinen Abstand zu Buemi, dem Tabellenführer der Fahrerwertung, auf fünf Punkte reduzierte.

Buemi wehrte die aggressiven Angriffe von di Grassi auf den berühmten Straßen von Monte Carlo entschlossen ab, und nach seinem fünften Sieg in Paris schien er mit seinem Vorsprung von 43 Punkten klar zu dominieren.

In einer dramatischen Szene in Tempelhof wurde Buemi beim 8. Rennen disqualifiziert, während di Grassi hinter Felix Rosenqvist, der gerade seinen ersten Sieg eingefahren hatte, auf dem Podium stand. Der Schweizer sicherte sich den Sieg beim 9. Rennen und betrieb dadurch Schadensbegrenzung, während di Grassi näher an die Spitzenposition rückte.

Bei den nordamerikanischen Formula E Rennen in New York profitierte der Brasilianer von Buemis Abwesenheit beim Doppelrennen, während Sam Bird als erster Fahrer ein Autorennen in New York City gewann, und diesem Sieg beim 10. Rennen noch einen weiteren folgen ließ.

Der Kampf um den Titel entschied sich erneut in den Endrunden, mit dem Zweikampf der Erzrivalen Buemi und di Grassi in Montreal. Durch seine Disqualifikation beim ersten Rennen des Doppelrennens brach Buemis Punktevorsprung immer weiter ein, während di Grassi immer weiter aufholte und sich schließlich den Spitzenplatz in der Fahrerwertung sicherte – sein erster Meistertitel, mit Renault e.dams zum dritten Mal in Folge als Sieger der Teamwertung.

4. Saison – 2017/18

In der 4. Saison wurde ABB zum Titelpartner der Formula E, da sich der globale Technologiekonzern und die Meisterschaft zusammenschlossen, um die Entwicklung der neuesten Innovationen im Elektrotechnik-Bereich und nachhaltige Technologien weiter zu fördern.

Das Formula E Gen2-Auto wurde der Öffentlichkeit vorgestellt – mit dem Ausblick auf höhere Geschwindigkeiten, mehr Effizienz und einem bedeutenden technologischen Fortschritt, durch den während der Rennen keine Autos mehr ausgetauscht werden mussten. Die Motorleistung des Gen1-Auto wurde von 170 kW auf die Maximalleistung von 180 kW (240 PS) erhöht.

Inzwischen waren insgesamt neun Hersteller an Bord, darunter Jaguar, Nissan, BMW, Audi, DS und Mahindra, was die Formula E zur ultimativen Plattform für internationale Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter für die Entwicklung und Tests straßenrelevanter Technologien machte.

In der letzten Formula E Saison für das Gen1-Auto Spark-Renault SRT 01E gewann Jean-Eric Vergne den Titel in der Fahrerwertung und verdrängte damit den amtierenden Champion Lucas di Grassi, obwohl der Titel in der Teamwertung an Audi Sport ABT Schaeffler anstelle von TECHEETAH ging.

Formula E Auto gegen Gepard: Was genau geschah, als ein Formula E Auto und eines der schnellsten Tiere der Welt gegeneinander antraten? Der Franzose Jean-Eric Vergne stellte sich der Herausforderung in einem Video, das inzwischen weit über 30 Millionen Aufrufe auf YouTube hat.

Sam Bird holte sich beim ersten Rennen in Hongkong den Sieg, während Felix Rosenqvist beim 2. Rennen im Stadtstaat zwei Siege für Mahindra Racing verbuchte, bevor er auch beim 3. Rennen in Marrakesch erneut gewann.

Der amtierende Champion di Grassi sah sich schon früh mit Problemen konfrontiert, mit Ausfällen in Marrakesch und Santiago, während Bird, Buemi und Vergne gute Ergebnisse erzielten. Der Franzose gewann in Uruguay und in Chile, wo er und sein Teamkollege Lotterer in Zusammenarbeit den ersten Formula E Doppelsieg erzielten.

Audi erzielte den ersten Sieg in Mexiko-Stadt durch den deutschen Fahrer Daniel Abt, der dem mit einem zweiten Sieg auf heimischem Boden in Berlin noch einen draufsetzte, denn er sicherte sich die spektakuläre Dreifach-Krone aus Julius Bär Pole Position, Rennsieg und schnellster Rundenzeit – eine Formula E Premiere.

Vergne holte sich den dritten Sieg in seinem Heimatland beim Rennen in Paris, während Bird sein schwer beschädigtes Auto auf drei Rädern dramatisch über die Ziellinie schleifte.

Der Brasilianer Lucas di Grassi gewann in einem späten Anlauf die Rennen in Zürich und New York City, was jedoch nicht ausreichte, um Vergne noch einzuholen – der Franzose besiegelte die Saison mit seinem Sieg beim 12. Rennen im Big Apple, obwohl die Hartnäckigkeit von di Grassi und Abt Audi den Spitzenplatz in der Teamwertung sicherte

5. Saison – 2018/19

Die 5. Saison war der Beginn einer spannenden neuen Ära für die rein elektrische Street-Racing-Rennserie.

Die erste wesentliche Änderung war die Einführung des neuen Gen2-Autos. Das spektakuläre, Batmobil-ähnliche Design verfügte über eine neue leichte Batterie mit einer Leistungskapazität von 250 kW (225 PS) für eine Höchstgeschwindigkeit von 280 km/h. Die höhere Batteriekapazität bedeutete auch das Ende der Notwendigkeit von Boxenstopps. Dank des technologischen Fortschritts konnten die Autos nun das neue Rennformat von 45 Minuten plus eine Runde bei voller Geschwindigkeit bestreiten.

Die Formula E brachte durch den ANGRIFFSMODUS ein neues taktisches Element mit neuen Herausforderungen in die Rennen. Durch dieses neue Element mussten die Teams und Fahrer nun die Ideallinie verlassen, um den ANGRIFFSMODUS zu starten. Sie wurden jedoch mit einem zeitlich abpassbaren Energieschub belohnt, der ihnen für einige Runden einen Vorteil verschaffte.

Angeführt von Formel-1-Legende Felipe Massa bei Venturi Racing tauchten zahlreiche neue Gesichter im Fahrerfeld auf. Der belgische Fan-Favorit Stoffel Vandoorne startete neben DTM-Legende Gary Paffett im neuen HWA Racelab Team. Unter den Neuzugängen befanden sich auch einige vielversprechende Jungtalente, darunter Pascal Wehrlein bei Mahindra Racing und Oliver Rowland an der Seite des ehemaligen Champions Sebastien Buemi bei Nissan e.dams, dem japanischen Hersteller, der neben der deutschen Marke BMW in die Rennliga eingetreten war.

Unvorhersehbarkeit bestimmte das Geschehen für eine weitere Saison voller unvergesslicher Rennen.

Der Beginn einer neuen Ära und die Einführung eines neuen Autos. Das Gen2-Auto verfügte über eine doppelt so hohe Energiespeicherkapazität wie das vorherige Gen1-Auto, wodurch keine Autos mehr während des Rennens ausgetauscht werden mussten. Höhere Geschwindigkeiten, mehr Action auf der Rennstrecke und nur ein Auto pro Fahrer – jedes falsche Manöver konnte nun noch drastischere Folgen nach sich ziehen.

Die Formula E begab sich auf eine Reise in die Vergangenheit – in diesem Fall den Kanaltunnel – zur Feier der definierenden Momente des Gen1-Autos, das nun verabschiedet wurde, um dem Gen2-Auto Platz zu machen.

Die Jaguar I-PACE eTROPHY schloss sich der Formula E als offizielle Support-Serie an und war damit die weltweit erste produktionsbasierte rein elektrische Rennserie, in der die Fahrer in Racing-Versionen von Jaguars erstem rein elektrischen Straßenfahrzeug, dem I-PACE, an den Start gingen. Die Rennserie wurde im Jahr 2020 eingestellt, doch die britische Marke hatte viel aus der eTROPHY gelernt und konnte die Reichweite des I-PACE für den Straßenverkehr deutlich erhöhen.

Heineken begann die Zusammenarbeit mit der Formula E und stimmte seine eigene Nachhaltigkeitsstrategie „Brewing a Better World“ auf die rein elektrische Rennserie ab.

Der Beginn einer neuen Saison und das neue Gen2-Auto verlangten nach einem neuen Schauplatz, und so feierte die Formula E ihr Debüt in Saudi-Arabien in der historischen Stadt Diriyah. SAUDIA wurde offizieller Airline-Partner der Rennserie und startete diese langfristige Partnerschaft mit einer speziellen Boeing 777 mit Formula E Anstrich.

In einer Fan-Challenge bestritt Felipe Massa im neuen Gen2-Auto ein Drag-Rennen gegen einen Wanderfalken, dem schnellsten Tier der Welt.

Die letzte Kurve in Mexiko-Stadt lieferte eines der unglaublichsten Überholmanöver in der Geschichte der Formula E. Pascal Wehrlein von Mahindra Racing, der für den Großteil des Rennens in Führung lag, schien seinen ersten Sieg so gut wie sicher zu haben, aber nur wenige Augenblicke vor dem Erreichen der Zielflagge ging ihm die Energie aus, und der Siegesruhm wurde ihm praktisch direkt vor der Ziellinie von Lucas di Grassi aus den Händen gerissen

Die Formula E, die aus dem Nichts heraus zur am schnellsten wachsenden Motorsport-Serie der Welt geworden war, feierte ihr 50. Rennen in Hongkong, und die Fahrer lieferten den Zuschauern ein wahrhaft unvergessliches Spektakel. Sam Bird lieferte sich in den letzten Augenblicken des Rennens einen Zweikampf um die Spitzenposition mit Andre Lotterer, doch in einer kontroversen Entscheidung wurde der deutsche Fahrer disqualifiziert, Bird erhielt eine Zeitstrafe und Edoardo Mortara stand am Ende ganz oben auf dem Podium.

2019 stellten die Straßen rund um das legendäre Les Invalides in Paris die Formula E Fahrer vor eine neue Herausforderung: der Kampf gegen die Elemente, einschließlich starker Regenfälle und sogar Hagelschauer. Robin Frijns besiegte auf der rutschigen Rennstrecke seine Konkurrenten mit seinen Michelin Allwetter-Reifen und gewann das erste Regen-Rennen in der Geschichte der Formula E.

Eine Siegesserie der besonderen Art sorgte für Schlagzeilen, da die ersten acht Rennen von acht verschiedenen Fahrern gewonnen wurden: Antonio Felix da Costa, Jerome d'Ambrosio, Sam Bird, Lucas di Grassi, Edoardo Mortara, Jean-Eric Vergne, Mitch Evans und Robin Frijns. Vergne brach schließlich die abwechslungsreiche Siegesserie beim Rennen in Monaco.

Jean-Eric Vergne ist inzwischen einer der bedeutendsten Charaktere in der Formula E. Die Rennstatistiken des Franzosen lassen das Heranwachsen einer echten Racing-Legende erahnen, mit einer Fülle von Rennsiegen, Podiumsplätzen und Polepositionen. Besonders seine Leistung in der Saison 2018/19 hebt ihn vom Rest des Fahrerfeldes ab. In einer nervenaufreibenden Saison gelang es dem DS TECHEETAH Fahrer den schwierigen Saisonstart durch eine Reihe von Rennsiegen zu vergessen. Er sicherte sich seinen zweiten Meistertitel und wurde der erste Zweifach-Champion in zwei aufeinanderfolgenden Saisons.

Der mit Spannung erwartete Dokumentarfilm „And We Go Green“ feierte seine Premiere bei den Filmfestspielen in Cannes. Der Film warf einen Blick hinter die Kulissen und beleuchtete die Fahrer, während er gleichzeitig den Kampf der Formula E gegen den Klimawandel hervorhob. Sehen Sie sich den vollständigen Film an.

6. Saison – 2019/20

Nach einem atemberaubenden Racing-Jahr warteten die Fans gespannt auf die 6. Saison. Der Rennkalender versprach aufregende neue Schauplätze auf der ganzen Welt, und die erste Saisonhälfte enttäuschte mit den neuen Fahrern an der Spitze der Fahrerwertung der Meisterschaft nicht. Da jedoch im Zuge der Coronavirus-Pandemie Unsicherheit und Lockdowns die Welt prägten, musste der Rennsport eine Zwangspause einlegen.

Allerdings gab es auch neue Hoffnung, da sich die Formula E Community in dieser schwierigen Zeit E-Sport-Events, Spendenaktionen zur Unterstützung von UNICEF und mehr zuwandte, bis hin zur spektakulären und beispiellosen Rückkehr der Rennliga beim Sechs-Rennen-Finale in Berlin.

In der Saison 2019/20 organisierte sich die ABB FIA Formula E Championship unter dem Hashtag #PositivelyCharged, und die Rennserie arbeitete mit ihren Partnern, Teams, Fahrern und Fans für die Weiterentwicklung des elektrischen Rennsports aktiv zusammen, um der ganzen Welt mit dieser transformativen Kraft den Weg zu leuchten.

Mit dem Eintritt von zwei weiteren deutschen Autoriesen in Form von Mercedes-Benz EQ und TAG Heuer Porsche und der Erweiterung der Startaufstellung auf 24 Fahrer konnte die sechste Formula E Saison eine der wettbewerbsintensivsten Besetzungen der gesamten Motorsport-Geschichte aufweisen. Es war auch das erste Mal im Motorsport, dass die legendären deutschen Marken Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche in einer Formel-Serie alle direkt gegeneinander antraten.

Die Superstars BTS schlossen sich der Formula E als globale Botschafter an, in einer gemeinsamen Mission zur Förderung des öffentlichen Bewusstseins, der Vorteile von Elektrofahrzeugen und ihrer entscheidenden Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels.

Beim zweiten Rennen in Santiago kamen die Zuschauer erstmals in den Genuss einer Weltneuheit für eine FIA-Serie, dem „Driver's Eye“, das den Fans eine neue Perspektive aus dem Inneren des Fahrerhelms bietet und zeigt, welche Fähigkeiten erforderlich sind, um die herausfordernden Straßenstrecken zu bewältigen.

In Santiago stieg ein neuer Stern am Himmel des rein elektrischen Rennsports auf, als in der letzten Runde Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) nach einem waghalsigen Überholmanöver außen an Antonio Felix da Costa (DS TECHEETAH) vorbei zum jüngsten Rennsieger der Formula E gekrönt wurde.

Obwohl der Motorsport durch die Coronavirus-Pandemie eine Zwangspause einlegen musste, bedeutete das keineswegs das Ende der Rennen. Die Formula E Stars gingen virtuell in ABB Formula E Race at Home Challenge Simulationsrennen an den Start, einem gemeinnützigen Wettbewerb, bei dem Geld für UNICEF gesammelt wurde.

Nach fünf Monaten Pause kehrte die Formula E mit dem nervenaufreibendsten Saisonfinale der Motorsport-Geschichte auf die Rennstrecke zurück. Die Saison 2019/20 endete in Berlin mit sechs Rennen in neun Tagen auf drei verschiedenen Rennstreckenkonfigurationen.

Antonio Felix da Costa holte sich nach einer souveränen und konstanten Performance im gesamten Saisonverlauf, die mit einer dominanten Leistung in Berlin endete, seinen ersten Meistertitel. Zusammen mit seinem Teamkollegen Vergne sicherte er seinem Team DS TECHEETAH seinen zweiten Sieg in der Teamwertung.

Die Formula E wurde zur ersten Sportliga mit einer Netto-Null-Kohlenstoffbilanz seit ihrer Gründung. Die Formula E hat die Bedeutung des elektrischen Rennsports hervorgehoben und in international zertifizierte Projekte auf allen Racing-Märkten investiert, um die Emissionen aus sechs elektrischen Rennsport-Saisons auszugleichen.

7. Saison – 2020/2021 und danach

Nach sechs Jahren und sechs Saisons auf den Straßen der fortschrittlichsten Städte der Welt hat die Formula E nun Weltmeisterschaftsstatus – ein von der FIA, dem Dachverband des Motorsports, im Dezember 2019 bewilligter Schritt. 

„Es war schon immer unser Ziel, eines Tages zur FIA Weltmeisterschaft zu werden. Alles, was wir bis zu diesem Punkt getan und in die Wege geleitet haben, diente der Vorbereitung auf diesen ganz besonderen Moment“, kommentierte damals der Gründer und Vorsitzende der Formula E Alejandro Agag. 

„Diese Entscheidung und diese Ankündigung bringen die Formula E wirklich in die Top-Liga internationaler Formel-Rennserien. Es war ein enormer Aufwand mit vielen Beteiligten, und ohne die Unterstützung von FIA-Präsident Jean Todt und des Rennverbands sowie dem Einsatz und dem Engagement unserer Teams und Partner wäre nichts davon möglich gewesen.

„Aber nun können wir sagen, dass wir es geschafft haben. Doch das ist erst der Beginn eines neuen Kapitels unter dem Banner ABB FIA Formula E World Championship.“

„Die Schaffung und Entwicklung der Formula E war ein großartiges Abenteuer. Es macht mich stolz, heute unseren Status als FIA-Weltmeisterschaft bestätigen zu können,“ fügte FIA-Präsident Jean Todt hinzu.

„Seit dem Beginn dieser Reise ist die Formula E zweifellos immer weiter gewachsen. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die Rennserie für die Automobilindustrie als relevant erwiesen. 

„Das Engagement und die Professionalität dieser Hersteller und ihrer jeweiligen Teams spiegelt sich in der Qualität der Fahreraufstellung wider, der sich mit jeder Saison weiter verbessert hat.“

Seit Beginn der Saison 2020/21 ist die Rennserie als ABB FIA Formula E Weltmeisterschaft anerkannt – die Serie mit der wettbewerbsintensivsten Aufstellung von Weltklasse-Teams und -Herstellern, die sich weiterhin spannende Duelle auf den Straßen liefern und nachhaltige Mobilität für eine bessere, saubere Welt fördern.