26 Feb 21

Nyck de Vries storms to maiden win Formula E's first night race; the season-opening 2021 Diriyah E-Prix 

Nyck de Vries strode to victory in Formula E's first ever night race, and the series' opening race as an FIA World Championship, as the Mercedes-EQ driver completed a clean sweep; topping every session in Round 1 on his way to a maiden Formula E win.

Nyck de Vries von Mercedes-EQ gewann beim Eröffnungsrennen der 7. Saison seinen ersten Formula E Sieg auf den nächtlichen Straßen von Diriyah, mit einem Zeitvorsprung von vier Sekunden vor Edo Mortara (ROKiT Venturi Racing) und Mitch Evans (Jaguar Racing) beim allerersten Rennen der Rennserie als FIA-Weltmeisterschaft.

De Vries lieferte eine malerische Siegesszene, da der Niederländer die Einsätze des Safety Car und den Druck seiner Verfolger nutzte, um seinen Vorsprung immer weiter auszubauen und schließlich das Rennen mit einem Zeitvorsprung von vier Sekunden zu beenden.

De Vries legte einen optimalen Start hin und war so in einer idealen Position zum Abwehren der Angriffe von Wehrlein und Rast, während der Audi-Fahrer beim Einfahren in die 1. Kurve auch ein Gefecht um Rang Zwei mit seinem Landsmann begann. Die Verteidigungsmanöver des Porsche-Fahrers ermöglichten es dem Spitzenreiter, schon früh einen größeren Vorsprung aufzubauen – etwa 1,2 Sekunden bis zum Ende der ersten Runde.

Die Gruppe an der Spitze fuhr in derselben Reihenfolge weiter, mit de Vries vor Wehrlein, Rast, Mortara, Evans und Alex Lynn (Mahindra Racing) in den Top Sechs, während der neue Jaguar-Fahrer Sam Bird seine langjährige Erfahrung unter Beweis stellte und Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) in der Schikane überholte und auf den siebten Platz vorrückte.

Rast im Audi blieb aggressiv und übte weiterhin Druck auf den Zweitplatzierten Wehrlein direkt vor sich aus. De Vries reagierte auf seine Verfolger, indem er sein Tempo anpasste und beibehielt, obwohl das Aufrechterhalten seines Zeitvorsprungs von einer Sekunde einige Beschwerden über einen übermäßigen Energieverbrauch auslöste.

Evans auf Platz Fünf, Lynn auf Platz Sechs, Bird auf Platz Sieben und Günther auf Platz Acht lieferten sich ebenfalls einen erbitterten Verfolgungskampf, mit nur 1,5 Sekunden Zeitabstand zwischen allen vier Fahrern. Bird überholte den Mahindra vor ihm und setzte sich damit in der 8. Runde hinter seinen Teamkollegen.

Kurz vor Erreichen einer halben Stunde Rennzeit gab Rasts Renningenieur dem Deutschen das Signal, Wehrlein erneut zum Kampf um den zweiten Platz herauszufordern. Mit einem für den DTM-Champion typischen Überholmanöver brachte er sich in der Schikane außen neben den Porsche. Wehrlein versuchte sofort, seinen ANGRIFFSMODUS zu aktivieren, um sich zur Wehr zu setzen, und folgte dem Spitzenreiter de Vries, der sich bereits seinen ersten 35-kW-Energieschub geholt hatte.

Der Angriff von Rast hielt de Vries beschäftigt, obwohl der Mercedes-EQ im aktivierten ANGRIFFSMODUS unterwegs war, während der Audi-Fahrer erst in der 14. Runde begann, seine volle 235-kW-Energieleistung zu nutzen. Mortara fuhr ebenfalls mit voller Leistung und war bis auf den fünften Platz vorgerückt, woraufhin er Wehrlein und Evans in der Schikane in einem atemberaubenden doppelten Überholmanöver gleichzeitig überholte und auf den dritten Platz vorrückte.

In der 16. Runde kämpften Bird und Lynn um die sechste Position, wobei der Mahindra unterlag und einiges an Schaden einstecken musste, weshalb das BMW i Safety Car das Rennen auf halber Strecke anhielt, mit de Vries, Rast, Mortara, Evans, Wehrlein, Günther, Oliver Rowland (Nissan e.dams), Porsche-Fahrer Andre Lotterer, Alexander Sims von Mahindra Racing und Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler), der sechs Plätze aufgerückt war, auf den Top-Ten-Rängen.

De Vries blieb weiterhin in Führung, mit weniger als 15 Minuten plus einer weiteren Runde verbleibender Rennzeit, und baute seinen Vorsprung vor seinen Verfolgern auf 1,7 Sekunden aus.

Günther machte in der 2. Kurve einen gewaltigen Fehler, wodurch sein BMW mit einem großen Knall in der Wand landete und das Safety Car ausrücken musste, mit 12 Minuten plus einer weiteren Runde Rennzeit verbleibend. De Vries hatte gerade zum zweiten Mal den ANGRIFFSMODUS aktiviert, und Rast und Evans folgten ihm ebenfalls durch die Aktivierungszone, was Mortara die Gelegenheit gab, sich auf den zweiten Platz vorzustehlen. Allerdings hatten die beiden dadurch bereits die für ihre zweite und letzte Aktivierung des ANGRIFFSMODUS erforderliche Zeiteinbuße hinter sich gebracht, während das Safety Car auf der Strecke war.

Fünf Minuten plus eine weitere Runde vor dem Ende des Rennens lag de Vries noch immer in Führung, vor Mortara, Rast, Evans, Wehrlein, Sims, Rowland, di Grassi, Vandoorne und NIO 333 Fahrer Oliver Turvey – der Brite hatte im Eröffnungsrennen deutlich aufgeholt.

Rast konnte seine Streckenposition von Mortara zurückstehlen, als dieser bei der Schikane für seine zweite Aktivierung des ANGRIFFSMODUS nach rechts ausscherte, doch dadurch begann der Zweikampf erst richtig, da der Venturi für den Rest der Rennstrecke bis zur Zielflagge nun über 35 kW mehr Energieleistung als der Audi verfügte. Rast konnte sich letztendlich auch nicht wehren, als der Schweizer auf der langen Geraden den Windschatten des Audi verließ und den zweiten Platz zurückeroberte. Mitch Evans überholte den Deutschen eine Runde später mit exakt derselben Strategie und rückte damit auf Platz Drei vor.

De Vries holte sich absolut cool und gelassen den Sieg, da er die Ziellinie mit enormem Zeitvorsprung erreichte, gefolgt von Mortara auf Platz Zwei und Evans auf Platz Drei, obwohl Rast wirklich alles versucht hatte, um doch noch an ihm vorbeizukommen. Danach folgte Wehrlein auf Rang Fünf, und dank eines Überholmanövers in der letzten Runde gelangte Sims auf Platz Sechs vor Rowland. Den Rest der Top Ten bildeten Vandoorne, di Grassi und Turvey, der durch seinen Punkt beim 1. Rennen die Punktelos-Pechsträhne von NIO seit der 6. Saison endlich beendete. Rast erhielt unterdessen einen zusätzlichen Punkt durch seine TAG Heuer schnellste Runde.

„Ich bin immer noch total entspannt, ich weiß gar nicht, warum! Eigentlich sollte ich vor Glück ausflippen“, kommentierte de Vries noch im Auto. „Es ist mein allererster Formula E Sieg“, fügte er hinzu. „Ich bin mit allem bisher sehr zufrieden, und es ist genial zu sehen, dass sich alles ins Rennen überträgt, denn mit so vielen Safety-Car-Einsätzen und dem unüberschaubaren Tempo zu Beginn des Rennens war es wirklich nicht einfach. Es gab sehr viel Kommunikation, und ich freue mich sehr über meinen ersten Sieg.

„Wir hatten Unter- und Überkonsum bei unserem Energieverbrauch. Mir wurde gesagt, dass Rast noch ein Prozent mehr Reserve hat, aber das Team hat mich beruhigt, und am Ende haben wir gewonnen. Das hört sich jetzt klischeehaft an, aber es könnte nicht wahrer sein – ich verdanke meinen Sieg allen im Team, die so hart dafür gearbeitet haben.“

„Ich bin Vater und 34 Jahre alt!“ erklärte Mortara. „Wenn ich im Auto sitze und solche Manöver ausführe, bleibt mir das Herz stehen! Wehrlein griff in letzter Minute an, also musste ich nach links ausscheren, da ich ziemlich überrascht war. Es war der Schlüsselmoment des Rennens, und ich war überglücklich, das Chaos zu überstehen und Zweiter zu werden. Es ist ein wirklich tolles Gefühl. Mercedes hat aus seinem ersten Jahr so viel gelernt, und wir profitieren von ihrer Arbeit während der Winterpause und werden weiter kämpfen.“

„Es war ein absolut verrückter Tag“, so Evans. „Das Qualifying war in Ordnung, und die Situation mit der Super Pole war eine unerwartete Wendung, die uns in eine bessere Position gebracht hat. Die Safety-Car-Einsätze haben uns nicht allzu viel geholfen, und die Zeit lief immer weiter ab – das war nervenaufreibend, aber es war ein unglaublicher Abschluss für uns. Hinter den Kulissen wurde so viel hervorragende Arbeit geleistet, und das ist ein wirklich gutes Gefühl. Mein Zweikampf mit Rene (Rast) kostete mich fast meine gesamte Energiereserve, aber zum Glück kam es mir am Ende zugute.“

Die Formula E ist zurück, und morgen geht alles wieder von vorne los, mit dem 2. Rennen und noch mehr Racing-Action im Dunkeln auf der Street-Racing-Rennstrecke von Diriyah in Riad. Verpassen Sie nicht die zweite Runde elektrisches Straßenrennen der Saison 2020/21.

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