27 Feb 21

Die erste Julius Bär Pole Position für Frijns für das 2. Rennen in Diriyah nach Qualifying-Drama

Robin Frijns von Envision Virgin Racing gewinnt nach seiner Bestzeit beim 3. Freien Training und beim Gruppen-Qualifying den Super Pole shootout mit einer perfekt absolvierten Runde und startet beim 2. Rennen in Diriyah auf der Julius Bär Pole Position.

Robin Frijns holte sich seine erste Julius Bär Pole Position in der Formula E mit einer perfekt absolvierten Runde für die Super Pole und platzierte sich vor Sergio Sette Camara und Sam Bird von Jaguar Racing.

Sette Camara (DRAGON/PENSKE AUTOSPORT) beeindruckte mit einer hervorragenden Zeit als vorletzter Fahrer für die Super Pole, aber Frijns ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und absolvierte den Street-Racing-Kurs in Riad um 0,289 Sekunden schneller als der Brasilianer.

Frijns auf der Poleposition beim 2. Rennen in Diriyah

Der Niederländer war bisher der Halter des unrühmlichen Rekords der meisten Formula E Rennen ohne Julius Bär Pole Position – insgesamt 46 Rennen –, aber nach seiner Bestzeit beim 3. Freien Training und seinem Sieg beim Gruppen-Qualifying sah es ganz so aus, als ob er diese Pechsträhne nun beenden könnte, und das tat er dann auch, mit einer perfekt absolvierten Runde für die beste Startposition beim 2. Rennen heute Abend ab 20:03 Uhr Ortszeit.

„Es ist ein tolles Gefühl, besonders im Vergleich zu gestern, als wir ganz hinten starten mussten“, so Frijns. „Ich habe es wirklich auch gar nicht erwartet, bevor ich im 3. Freien Training ins Auto gestiegen bin. Wir haben gestern noch bis spät in die Nacht gearbeitet, und das hat sich für uns ausgezahlt.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto und dem, was das Team letzte Nacht geleistet hat. Jetzt starte ich auf der besten Startposition. Sam und ich werden das genießen. Wir kennen uns sehr gut, und ich hoffe, dass wir einiges an guter Action erleben werden! Man kann auf dieser Strecke viel Spaß haben, sie ist aber auch sehr knifflig. Wenn man auch nur ein ganz kleines bisschen außerhalb der Ideallinie fährt, dann kann das schon alles zunichtemachen. Es gibt absolut keinen Spielraum für Fehler.“

„Ich bin sehr zufrieden“, fügte Sette Camara hinzu. „Ich dachte schon gestern, dass wir das Potenzial für die Super Pole haben. Nach unseren Ergebnissen in Berlin fällt das allen schwer zu glauben, und deshalb wollte ich wirklich beweisen, dass DRAGON das Zeug dazu hat, ganz nach oben zu kommen.

„Beide unserer Autos waren schnell genug für die Super Pole, und trotz unseres Gruppenvorteils haben wir beide einen guten Rhythmus an den Tag gelegt. Wir verwenden den neuen Antriebsstrang noch nicht, und wir haben uns dazu entschlossen, das auch in Rom so weiterzuführen. Das wird neben meiner geringen Erfahrung sicherlich ein Nachteil beim Rennen sein. Das zählt nicht zu meinen größten Stärken, aber ich arbeite daran, mich zu verbessern, und alles ist möglich!“

Oliver Turvey war beim Aufnehmen seiner schnellsten Runde superschnell beim Durchfahren des letzten Streckenabschnitts, was einen kleinen Fehler im ersten Drittel der Runde wieder wettmachte, und platzierte damit seinen NIO 333 mit einer um 0,6 Sekunden schnelleren Zeit als die frühere Bestzeit von Nico Müller in der vorläufigen Super Pole. Die beiden NIO Fahrer qualifizierten sich schließlich auf den Plätzen Vier und Sechs, womit auch Turveys Teamkollege Tom Blomqvist unter den Top Sechs landete.

Drama beim Gruppen-Qualifying

Kurz vor Beginn gab die Rennleitung ihre Entscheidung bekannt, dass Mercedes-EQ und ROKiT Venturi Racing die Rennstrecke während des Qualifyings nicht befahren dürfen, da die FIA eine umfassende Untersuchung des Vorfalls mit Edo Mortara während des 3. Freien Trainings angeordnet hat.

In Gruppe 1, die ohne die Autos mit Mercedes-Antriebsstrang startete, verpassten Mitch Evans (Jaguar Racing) und Rene Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) auf spektakuläre Weise ihre Chance zum Aufnehmen einer Rundenzeit, worüber die Teamchefs James Barclay und Allan McNish in ihren jeweiligen Teamwerkstätten ihrem Ärger gehörig Luft machten.

„Wenn wir in der Boxengasse stehen, ist es sehr schwierig, genau vorherzusagen, wann der beste Zeitpunkt zum Starten ist“, kommentierte McNish. „Rene war hinter zwei Autos und hat den Zeitpunkt um eine Zehntelsekunde verpasst. Das ist wirklich sehr, sehr frustrierend.

„Es ist alles so knapp, dass man immer bis ans Limit gehen muss, ansonsten riskiert man, ganz hinten starten zu müssen. Obwohl nun bereits der zweite Renntag ist, verändert sich die Rennstrecke immer noch mit jedem Auto, das darauf fährt. Man muss das Risiko und den möglichen Nutzen wirklich sehr genau abwägen. Wenn man von einer Gruppe Autos umgeben ist, kann man das niemals perfekt einschätzen.“

Auf die Fahrer, die zuerst starteten, wirkte sich die Entwicklung der Rennstrecke erneut generell negativ aus, da Fahrbahnveränderungen in Diriyah immer einen sehr starken Einfluss haben. Der amtierende Champion Antonio Felix da Costa (DS TECHEETAH) führte vor der Zeitaufnahme von Turvey die Gruppe 2 kurzzeitig an, landete schließlich jedoch auf dem 10. Platz, während sein Teamkollege Jean-Eric Vergne eine schnellere Runde als der Portugiese aufnehmen konnte und sich auf Platz Sieben qualifizierte.

Das 2. Rennen des Diriyah E-Prix 2021 beginnt um 20:03 Uhr Ortszeit.

Verfolgen Sie das gesamte Training und erfahren Sie alle Details zum Diriyah E-Prix Doppelrennen im Live Hub