25 Apr 21

Jake Dennis im 6. Rennen beim DHL Valencia E-Prix vom Start bis zum Ziel in Führung für seinen ersten Sieg

Jake Dennis von BMW i Andretti Motorsport erreichte die perfekte Balance zwischen Geschwindigkeit und Energiemanagement und sicherte sich damit im 6. Rennen beim DHL Valencia E-Prix auf dem Ricardo Tormo Circuit in Valencia seinen allerersten Formula E Sieg.

Jake Dennis (BMW i Andretti Motorsport) lieferte im 6. Rennen beim DHL Valencia E-Prix eine perfekte Performance und holte sich damit seinen ersten Formula E Sieg, gefolgt von Porsche-Fahrer Andre Lotterer und Mahindra-Fahrer Alex Lynn.

Der 25-Jährige lag das gesamte Rennen über in Führung – eine beachtliche Leistung angesichts der sehr hohen Geschwindigkeiten und der hohen Anforderungen an das Energiemanagement auf dem Ricardo Tormo Circuit.

Mit Fokus auf Energiemanagement versuchte die Mehrheit der 24 Fahrer, eine möglichst defensive Taktik einzusetzen und nur im ANGRIFFSMODUS und zum Ende des Rennens hin aggressive Manöver auszuführen. Die Fahrer, die ihre Energiereserven am meisten geschont hatten, waren ganz besonders darauf bedacht, sich so effektiv wie nur möglich zu verhalten.

Dennis ließ sich nicht aus der Fassung bringen und schaffte es sogar, 1,5 Sekunden vor Lotterer an der Zielflagge anzukommen, während es dem Porsche-Fahrer gelang, zum ersten Mal auf dem Podium zu stehen und seine ersten Punkte in der 7. Saison zu holen.

Lynn war den Großteil des Rennens über auf Platz Zwei direkt hinter dem iFE.21 von Dennis gefahren, bis ein Zusammenstoß mit Norman Nato (ROKiT Venturi Racing) den Mahindra-Fahrer in den Kies beförderte und er deshalb die Rangfolge hinunterrutschte. Dank seines hervorragenden Energiemanagements konnte sich Lynn jedoch später im Rennen erneut nach vorne kämpfen und einen wohlverdienten Platz auf dem Podium ergattern.

Oliver Rowland (Nissan e.dams) stieg mit gut getimten Fahrmanöver bis auf Platz Vier auf, und obwohl Nato als Fünfter ins Ziel gekommen war, erhielt er eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe für den Unfall mit Lynn. Dadurch konnte Rene Rast (Audi Sport ABT Schaeffler), der sich seinen Weg durch die vordere Hälfte des Fahrerfeldes gebahnt hatte, von anfangs Platz 14 um insgesamt neun Ränge aufsteigen.

Jean-Eric Vergne (DS TECHEETAH) kam als Siebter ins Ziel, während Oliver Turvey von NIO 333 bis auf Rang Acht zurückfiel, aber wohl dennoch mit den Punkten zufrieden sein dürfte. Edo Mortara (ROKiT Venturi Racing) und Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) rundeten die Top 10 ab.

Keiner der ersten Fünf in der Fahrerwertung erzielte Punkte, da die meisten von ihnen weit hinten in der Startaufstellung gestartet waren, weil die trocknende Rennstrecke den beim Qualifying später antretenden Fahrern deutliche Vorteile eingebracht hatte. Trotzdem steht Nyck de Vries (Mercedes-EQ) weiterhin vor seinem Teamkollegen Stoffel Vandoorne und Sam Bird (Jaguar Racing) in der Fahrerwertung ganz oben, und Mercedes führt weiterhin die Teamwertung an.

So spielte es sich ab ...

Dennis startete das Rennen auf der Führungsposition, gefolgt von Lynn. Das erste Viertel des Rennens erwies sich als äußerst knifflig, da alle Fahrer ihre Zeit im Windschatten maximieren und ihre Energiereserven schonen wollten, anstatt zum Angriff überzugehen.

Sergio Sette Camara (DRAGON/PENSKE AUTOSPORT) gehörte zu den ersten, die zu einer aggressiveren Taktik wechselten. In der 4. Runde überholte er Sebastien Buemi (Nissan e.dams) auf Platz 10, und danach den amtierenden Champion Antonio Felix da Costa (DS TECHEETAH) auf Platz 9. Der Franzose Vergne erkannte seine Chance, um Blomqvist den fünften Platz zu stehlen, und nutzte sie entsprechend, nachdem er in der Eröffnungsrunde bereits an Lotterer vorbei gekommen war.

Niemand wollte das Risiko eingehen, zuerst durch die Aktivierungszone des ANGRIFFSMODUS zu fahren, da das gesamte Fahrerfeld – mit Ausnahme von Mahindra-Fahrer Alexander Sims, der bereits eine Zeitstrafe für einen technischen Verstoß erhalten hatte – nur 11 Sekunden auseinander lag.

In der 11. Runde entschieden sich die meisten der Fahrer an der Spitze für ihren ersten 35-kW-Energieschub. 

Dennis und Lynn schlugen eine Sekunde Zeitvorsprung vor dem Rest des Fahrerfeldes heraus, während Turvey begann, langsam zurückzufallen, was Nato, Lotterer und Vergne die Chance gab, auf die Plätze Drei, Vier und Fünf emporzuklettern und den NIO-Fahrer auf Rang Sechs herabzustufen.

Spitzenreiter Dennis erbrachte zweifellos eine makellose Leistung, denn er behielt die Führungsposition auch während der ersten Einsatzrunde für den ANGRIFFSMODUS bei. Der Rookie-Fahrer stand dem Rest des Fahrerfeldes auch beim Managen des Energieverbrauchs in Nichts nach, obwohl sein Auto an der Spitze den größten Luftwiderstand zu bewältigen hatte.

Rene Rast (Audi Sport ABT Schaeffler) war auf dem 14. Platz in der Startaufstellung gestartet und hatte sich still und heimlich vorgearbeitet. Durch den Zusammenstoß von Nato mit Lynn rückte der Franzose bis auf Platz Zwei vor und schickte den Mahindra-Fahrer ins Kiesbett, wodurch dieser auf den achten Platz zurückfiel, wovon Rast weiter profitierte. Der Deutsche war vorübergehend auf Rang Drei, bis Lotterer seinen Landsmann mit seinem zweiten ANGRIFFSMODUS vom Platz auf dem Podium verdrängte. Währenddessen fuhr Nato weiterhin auf dem zweiten Platz auf der Rennstrecke, erhielt allerdings eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe.

Auch Stoffel Vandoorne von Mercedes-EQ hatte sich entschlossen immer weiter nach vorne gekämpft. In der 20. Runde setzte er sich hinter Buemi auf dem ersten Punkte bringenden Platz 10, doch in der 10. Kurve kollidierten die beiden, und der Belgier kam schlechter weg und musste aufgrund irreparabler Schäden an seinem Auto das Rennen abbrechen.

Zum Ende des Rennens war Energiemanagement der alles entscheidende Faktor. Der Techniker von Dennis übermittelte dem Spitzenreiter per Funk, seinen Zeitvorsprung im letzten Sektor um eine Sekunde auszubauen und die letzte Runde ohne jegliche Energiereserven zu beenden.

Dennis behielt die Fassung und managte alles perfekt bis zur Zielflagge. Als Zweiter kam Lotterer ins Ziel, gefolgt von Lynn auf Platz Drei.

Der DHL Valencia E-Prix – Es ist soweit! Verfolgen Sie die gesamte Action beim 5. und 6. Rennen und erfahren Sie die vollständigen Ergebnisse auf fiaformulae.com/live