09 Mai 20

Wehrlein dominiert Runde drei in Monaco

Drittes Rennen, dritter Sieg: Die deutsche Dominanz in der ABB Formula E “Race at Home Challenge” hält an. Nach den zwei Erfolgen von Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) in den ersten beiden Runden hat Pascal Wehrlein (Mahindra Racing) Runde drei auf der virtuellen E-Prix-Strecke von Monaco für sich entschieden. Der 25-Jährige sicherte sich die Julius Baer Pole Position und nutzte die perfekte Ausgangsposition mit einem fehlerlosen Auftritt zu einem Start-Ziel-Sieg.

Ein Hundertstel-Krimi im Qualifying sorgte für die Vorentscheidung zugunsten des einstigen DTM-Champions. 0.01 Sekunden trennten Wehrlein und Stoffel Vandoorne (Mercedes-Benz EQ) am Ende des Shootouts voneinander. So konnte Wehrlein als Führender ins Rennen starten, was sich bezahlt machte. Auf den ersten Metern schüttelte er Verfolger Vandoorne ab, der in der ersten Haarnadelkurve auch noch in eine Kollision verwickelt wurde.

 

„Der Start war sehr wichtig. Ich weiß nicht genau, was hinter mir passiert ist, aber ich habe gesehen, dass es einen Zusammenstoß gab. Danach hatte ich einen kleinen Vorsprung und habe darauf geachtet, meine Pace zu halten.“

 

Das gelang Wehrlein perfekt. Am Ende fuhr er auch noch die schnellste Rennrunde, was ihm einen Zusatzpunkt für die Meisterschaftswertung bescherte. Dort liegt er nun mit 45 Punkten auf Rang zwei hinter Maximilian Günther (65, BMW i Andretti Motorsport).

 

Der bisherige Dominator der virtuellen Rennserie hatte seine schnelle Runde im Qualifying nicht ganz ideal erwischt. An der Schikane riskierte Günther ein wenig zu viel und verlor etwas Zeit. So musste er sich diesmal mit Startplatz sechs zufriedengeben. Im Rennen überstand er die chaotische Situation zu Beginn. Die drei Fahrzeuge vor Günther verkeilten sich in der Haarnadelkurve ineinander, der Allgäuer kam mit etwas Glück außen vorbei und schob sich auf Rang drei. Diese Position verteidigte er trotz leichter Schäden an seinem BMW iFE.20 bis ins Ziel.

 

Für Günther das Maximale, was er an diesem Tag herausholen konnte: „Nach Platz sechs im Qualifying bin ich mit Rang drei und weiteren wichtigen Punkten für die Meisterschaft sehr zufrieden.“

 

André Lotterer (TAG Heuer Porsche) platzierte sich auf Rang sieben, Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) beendete das Rennen auf Rang 19.

 

Im „Challenge Grid“ überraschte die Münchner FIA Formel-3-Nachwuchsfahrerin Sophia Flörsch mit einem starken Qualifying. Als beste reale Rennfahrerin sicherte sich die für das Mercedes-Benz EQ Team antretende Münchnerin Startplatz 13. Nach einem Zusammenstoß in Runde eins landete sie im Rennen schließlich auf Rang 20.