16 Mrz 20

Rennpause? Von wegen! Formel E-Stars duellieren sich an Konsole

Motorsport-Leidenschaft lässt sich auch durch den neuen Corona-Virus nicht ausbremsen. Als kreative Reaktion auf die Rennabsagen kam es am vergangenen Wochenende zu einem ganz besonderen Kräftemessen: Rennfahrer der realen Welt duellierten sich in zwei kurzfristig organisierten Sim-Racing Veranstaltungen mit ESports-Profis. Auch einige Fahrer der ABB FIA Formel E Meisterschaft nahmen daran teil.

Auf Initiative von Formel E-Titelverteidiger Jean-Eric Vergne, Gründer von VeloceEsports, wurde der abgesagte Australien-GP am Sonntag kurzerhand virtuell ausgefahren und auf Twitch.tv und YouTube live übertragen.

 

Insgesamt 180.000 Views verzeichnete die unter dem Slogan #NotTheAusGP ausgetragene Veranstaltung am Ende. Stoffel Vandoorne (Mercedes-Benz EQ) nahm daran ebenso teil wie Formel 1-Fahrer Lando Norris, der frühere Formel E-Fahrer Esteban Gutierrez und der belgische Fußball-Nationaltorhüter Thibaut Courtois.

 

Vandoorne gelang im Hauptrennen ein starker Start, der ihn von Platz neun auf Rang fünf katapultierte. Ein Dreher und ein Kontakt mit der Mauer warfen ihn jedoch anschließend zurück. Als bester Profi-Fahrer beendete Norris das Rennen nach einer Aufholjagd auf Rang sechs.

 

Unabhängig vom Ergebnis wurde den Fans an den Bildschirmen aber eine spannende Show geboten. (Das Rennen in voller Länge im Re-Live!)

 

Günther, da Costa und Jani auf virtuellem Nürburgring

 

Gleiches galt auch für das Event The Race All-Stars Esports Battle“, das auf dem virtuellen Nürburgring ausgetragen wurde. Hier nahmen mit dem Meisterschaftsführenden António Félix da Costa (DS Techeetha), Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport) und Neel Jani (TAG Heuer Porsche) gleich drei aktive Formel E-Fahrer teil.

 

Auch Formel 1-Fahrer Max Verstappen, der frühere Formel E-Fahrer Felix Rosenquist und Daniel Juncadella, Testfahrer von Mercedes-Benz EQ, gehörten zum Starterfeld.

 

Im Qualifikationsrennen der Profi-Rennfahrer belegte Günther Rang zwei hinter Verstappen. Bester „realer“ Rennfahrer im Hauptrennen war schließlich Rosenquist auf Rang sieben. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht“, äußerte sich Günther, der im Hauptrennen kurz vor Schluss ausschied, hinterher begeistert.

 

„In der aktuellen Situation, in der weltweit keine echten Rennveranstaltungen stattfinden können, ist das Sim-Racing eine fantastische Gelegenheit für uns alle, trotzdem weiter Rennen zu fahren. Es ist toll, auf diese Weise gegen Fahrer anzutreten, die ich sonst nicht auf der Rennstrecke treffe, und mich gleichzeitig mit den unglaublich schnellen Sim-Racern zu messen, vor deren Leistung ich wirklich größten Respekt habe. Ich denke, wir alle haben den Fans eine super Show geboten“, führte Günther weiter aus.
(The Race All-Stars Esports Battle in voller Länge!)