14 Jan 20

Die Formula E ist nach ISO 20121 für nachhaltige Veranstaltungen zertifiziert

Die ABB FIA Formula E Championship ist nach wie vor die einzige Rennserie mit einer ISO 20121-Zertifizierung durch unabhängige Dritte und setzt weiterhin den internationalen Standard für nachhaltige Veranstaltungspraktiken. 

Die Formula E hat erneut die strengen Kriterien erfüllt, die für die Beibehaltung des höchsten Zertifizierungsniveaus für nachhaltige Veranstaltungen erforderlich sind. Erreicht wurde dies durch neue Ideen und Innovationen, die dazu beitragen sollen, unser gesamtes Ökosystem für das Recycling zu sensibilisieren und zu inspirieren, und außerdem aktiv die Menge der vor Ort produzierten Abfälle zu verringern. 

Das Hauptziel und die langfristige Mission der Formula E besteht nicht nur in der Organisation nachhaltiger Events, sondern auch darin, die Einführung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und so dazu beizutragen, die Luftverschmutzung in einigen der am stärksten überfüllten und am dichtesten besiedelten Städte der Welt zu bekämpfen. 

Die Luftverschmutzung stellt heute das größte Umweltrisiko für die menschliche Gesundheit dar und fordert nach den neuesten Daten der Weltgesundheitsorganisation jedes Jahr mehr Tote (8,8 Millionen) als der Zigarettenkonsum (7 Millionen). 

Die Formula E hat ein auf drei Säulen basierendes Nachhaltigkeitsprogramm entwickelt, um die Umstellung auf Elektromotoren zu beschleunigen und es mehr Menschen zu ermöglichen, saubere Energie zu nutzen. Nachhaltige Events und der E-Prix sollen sich in jeder Austragungsstadt positiv auswirken und eine globale Plattform bilden, die Elektroautos und deren Rolle bei der Bekämpfung der Luftverschmutzung fördert. 

Die ISO 20121-Zertifizierung, die von der Zertifizierungsstelle SGS verliehen und nach drei separaten Überwachungsaudits in der vergangenen Saison erneuert wurde, zeigt das unermüdliche Engagement der ABB FIA Formula E Championship für eine saubere Zukunft – so schnell es nur geht. 

„Die Formula E hat Nachhaltigkeit in jeder Saison direkt implementiert – durch neue Initiativen, Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden und Zulieferern und zuverlässige Folgenabschätzungen“, kommentiert Ana Inacio, SGS-Auditor.  

„Die Organisation ist führend im nachhaltigen Motorsport und setzt neue Maßstäbe für die Branche.“ 

In enger Zusammenarbeit mit ihren bestehenden Partnern und Zulieferern hat die elektrische Straßenrennserie hat im Laufe der Jahre die Anzahl an Initiativen zur Verbesserung der Abfallwirtschaft erhöht, um zum Erreichen gemeinsamer Nachhaltigkeitsziele beizutragen. 

Dazu zählen unter anderem die Allianz Trinkstationen, Wasserbeutel zur Reduzierung von Plastikflaschen aus Plastik und recycelbare PVC-freie Brandingprodukte. 

Die sowohl wiederverwendbaren als auch wiederverwertbaren Wasserbeutel werden bei jedem Event kostenlos an Zuschauer und Mitarbeiter ausgegeben. Die Auffüllstationen sind an verschiedenen, strategisch günstigen Stellen im Fahrerlager, den Gastbereichen und der Allianz E-Village Fan Zone positioniert. 

Die Formula E und die Allianz begannen im Januar letzten Jahres in Marrakesch mit der Bereitstellung von Wasserbeuteln. Das so eingesparte Einweg-Plastik entspricht einer Menge von über 200.000 weggeworfenen 330-ml-Plastikflaschen. 

Die Formula E leistet nicht nur durch neue Projekte zur Reduzierung der Abfallmenge Pionierarbeit, sondern schafft auch Bewusstsein für das Thema verantwortungsvolles Recycling. Sie möchte Event-Besucher besser darüber informieren, wie sie die Belastung für die Umwelt begrenzen können. 

Die seit Beginn der letzten Saison aktiven „Recycling-Ordner“ sind an Orten mit hoher Besucherfrequenz und Besucheraktivität unterwegs und helfen dabei, Teams, Mitarbeitern und Zuschauern zu erläutern, wie sie den größtmöglichen Nutzen aus gemischten Recyclingmethoden und der Abfallentsorgung herausholen können. 

Neben der Förderung von Recycling und verschiedenen Abfallentsorgungsmethoden arbeitet die ABB FIA Formula E Championship mit Lieferanten und Partnern wie Umicore und CSM Live zusammen, um nachhaltige Lösungen zu implementieren und in die Produktionspipeline zu integrieren. 

Die Formula E hat sich mit Branchenexperten bei Umicore – einem der wenigen Unternehmen weltweit, das vollständiges Recycling für Lithium-Ionen-Batterien ermöglicht – zusammengetan, um die in den Elektroautos der ersten Generation verwendeten Akkuzellen wiederzuerlangen und wiederzuverwerten. Zudem werden erweiterte Entsorgungsoptionen und Wiederverwertungsmöglichkeiten für die Akkuzellen, mit denen derzeit Rennen gefahren werden, ausgewertet. 

„Das Konzept der Formula E wurde in erster Linie mit der Zielsetzung entwickelt, die Einführung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen und nachhaltige Praktiken zu fördern, das Bewusstsein für die Vorteile des Elektrofahrens zu schärfen und zu zeigen, wie saubere Mobilität dem Klimawandel entgegenwirken kann“, so Julia Palle, Senior Sustainability Consultant bei der Formula E. 

„Unsere Events rücken die Nachhaltigkeit ins öffentliche Bewusstsein. Die erneuerte ISO 20121-Zertifizierung zeigt unser Engagement für dieses Anliegen und ist eine Erinnerung an das, was wir bisher erreicht haben, und auch an unser Bestreben, in diesem Bereich weiterhin innovativ zu sein. 

In Zusammenarbeit mit SGS-Auditoren, Umweltexperten und unseren Partnern möchten wir unser Engagement bei der Erprobung neuer Technologien und der Einführung nachhaltig geführter Initiativen noch verstärken, um unsere Kohlenstoffbilanz weiter zu reduzieren. 

Wir sind ständig bemüht, die innovativsten Lösungen auf dem Markt zu implementieren, um jeden Aspekt unserer Events zu verbessern. Wir hoffen, dass dies auch andere Sportveranstalter und Organisationen dazu inspiriert, in Zukunft einen ähnlichen Ansatz zu verfolgen.“ 

Die Serie arbeitet auch mit globalen Anbietern wie CSM Live zusammen, der neue nachhaltige Brandingprodukte und eine neue nachhaltige Rennstreckenbeschilderung entwickelte. Diese kommt seit dem Rennen in Rom zum Einsatz und verwendet innovatives, weitgehend recycelbares PVC-freies Material, wodurch bei jedem Event mehr als 10 Kilometer Abfallprodukte eingespart werden, die andernfalls in Mülldeponien entsorgt werden müssten. 

ISO 20121 ist der internationale Standard für Nachhaltigkeit bei Veranstaltungen und trat kurz nach den Olympischen Spielen 2012 in London in Kraft. Es wurde ein Managementsystem eingeführt, das sich auf drei Hauptziele konzentriert: Reduzierung der jeweiligen ökologischen Auswirkungen von Events, Schaffung eines erfolgreichen Finanzmodells für wirtschaftliches Wachstum und Erhöhung der sozialen Verantwortlichkeit. 

Neben der ABB FIA Formula E Championship wurden inzwischen auch andere große internationale Sportveranstalter nach ISO 20121 zertifiziert, darunter die Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro, die UEFA-Europameisterschaft 2016 in Frankreich und die Roland Garros French Open in Paris. 

Sehen Sie sich das vollständige Nachhaltigkeitsprogramm der ABB FIA Formula E Championship an