13 Feb 20

Hoffnung Qualifying: Warum es für Porsche und Audi in Mexiko City besser laufen soll

Die deutschen Teams TAG Heuer Porsche und Audi Sport ABT Schaeffler taten sich in Santiago schwer, rechnen sich aber für den CBMM Niobium Mexico City E-Prix am Samstag dennoch einiges aus. Ein Unterschied im Vergleich zu den anderen Formel-E-Strecken macht beiden Hoffnung.

Während BMW i Andretti Motorsport die Teamwertung und Mercedes-Benz EQ dank Stoffel Vandoorne die Fahrerwertung anführt, lief es für die anderen beiden deutschen Teams in Santiago nicht wie gewünscht. TAG Heuer Porsche sah in Chile mit beiden Fahrern nicht die Zielflagge und die etablierte Mannschaft von Audi Sport ABT Schaeffler kam nicht über Rang sieben durch Lucas Di Grassi hinaus. Audi hat in der Teamwertung damit bereits 24 Punkte Rückstand auf die Neueinsteiger von Mercedes. 

„Gefühlt sind wir in den ersten drei Rennen ein wenig unter Wert geschlagen worden: Unsere Performance war zwar da, aber nach schwierigen Qualifyings haben wir zu wenig Zählbares mitgenommen“, sagt Allan McNish, Teamchef von Audi Sport ABT Schaeffler, zum bisherigen Saisonverlauf. 

Für Mexiko City ist er aber optimistisch: „In Mexiko haben sich Team, Fahrer und Auto bisher immer sehr wohlgefühlt. Unser Ziel ist es, dort alles konzentriert zusammenzubringen und erfolgreich zu sein.“ Heißt: Im Qualifying muss es diesmal besser laufen, um sich eine bessere Ausgangsposition fürs Rennen zu sichern als zuletzt. 

Jani hofft auf mehr Grip

Hoffnung machen sollte den Audi-Piloten di Grassi und Daniel Abt, dass die Bedingungen im Qualifying diesmal für alle etwas einfacher sind, was mit der Charakteristik des Kurses als permanente Rennstrecke zu tun hat.  

„Grundsätzlich ist der Kurs keine typische Formel-E-Strecke und für mich eher bekanntes Terrain: Man hat dort mehr Grip, und es gibt keine Bodenwellen. Das erinnert an klassische Rennstrecken“, erklärt Porsche-Fahrer Neel Jani. Das Risiko eines Ausrutschers, wie er di Grassi auf dem staubigen Untergrund von Santiago unterlief, ist im Autodromo Hermanos Rodriguez nicht so hoch. Und der Grip lässt im Laufe der Qualifying-Session nicht so schnell nach.

Jani bewertet die bisherige Performance von Porsche im Ausscheidungsfahren ohnehin als zufriedenstellend. Nur 0,2 Zehntelsekunden trennten ihn oder André Lotterer jeweils von der Super Pole. „Das Qualifying in Santiago hat uns gezeigt, dass wir das Potenzial für die Super Pole haben. Ich lerne mit jedem Qualifying und mit jedem Rennen dazu. Natürlich möchte ich in Mexiko einen weiteren Schritt machen. Es wäre schön, mit beiden Autos in die Super Pole zu fahren“, gibt sich Jani zuversichtlich.

Am Samstag ab 18:45 Uhr (MEZ) wird sich zeigen, ob sich die Qualifying-Hoffnungen von Porsche und Audi bestätigen.

Die Qualifying-Gruppen:

Gruppe 1:

Stoffel Vandoorne (Mercedes-Benz EQ)
Alexander Sims (BMW i Andretti Motorsport)
Sam Bird (Envision Virgin Racing)
Maximilian Günther (BMW i Andretti Motorsport)
Lucas di Grassi (Audi Sport ABT Schaeffler) 
Oliver Rowland (Nissan e.dams)

Gruppe 2:

António Félix da Costa (DS Techeetah)
Mitch Evans (Panasonic Jaguar Racing) 
André Lotterer (TAG Heuer Porsche)
Edoardo Mortara (ROKiT Venturi Racing)
Nyck de Vries (Mercedes-Benz EQ)
Pascal Wehrlein (Mahindra Racing)

Gruppe 3:

Robin Frijns (Envision Virgin Racing)
James Calado (Panasonic Jaguar Racing)
Daniel Abt (Audi Sport ABT Schaeffler) 
Jean-Eric Vergne (DS Techeetah)
Felipe Massa (ROKiT Venturi Racing)
Jerome D’Ambrosio (Mahindra Racing)

Gruppe 4:

Brendon Hartley (GEOX Dragon)
Nico Müller (GEOX Dragon)
Sébastian Buemi (Nissan e.dams)
Oliver Turvey (NIO 333)
Neel Jani (TAG Heuer Porsche)
Qinghua Ma (NIO 333)