15 Feb 20

Evans geht nach Kopf-an-Kopf-Rennen in Mexiko-Stadt als Sieger hervor

Nach einem Start von Position Zwei holt Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing mit einer einwandfreien Racing-Performance in Mexiko-Stadt den Sieg. Hinter Evans folgte Antonio Felix da Costa von DS Techeetah, während Sebastian Buemi von Nissan e.dams als Dritter auf dem Podium stand. So spielte sich alles ab.

Andre Lotterer von TAG Heuer Porsche, der auf der Pole Position gestartet war, musste Kurve 1 weit nehmen und wurde dadurch auf Platz Vier zurückgedrängt. Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing übernahm daraufhin die Führung.  

Dichtgedrängt bahnte sich das Fahrerfeld seinen Weg durch das volle Foro Sol, um die Runde zu absolvieren. Geox Dragon Fahrer Nico Müller auf Platz Sechs verschätzte sich bei der Einfahrt in die 1. Kurve, rammte die Wand und musste das Rennen 48 Minuten vor Ablauf der Zeit beenden. Die restlichen Fahrer blieben in Formation, während das neu gestaltete BMW i8 Safety Car ausrückte, um Müllers Auto zu bergen. 

Nach der Wiederaufnahme des Rennens setzte sich bei noch 35 Minuten verbleibender Rennzeit Evans an die Spitze. Gemäß der neuen Bestimmungen für die Saison 2019/20 wurde die Energie aller Fahrzeuge um 5 kW reduziert, nachdem sie dem Safety Car fünf Minuten lang folgen mussten. Felipe Massa von ROKiT Venturi Racing berührte in der 1. Kurve die Wand und beschädigte sein Auto, wodurch er das Rennen vorzeitig abbrechen musste. 

Evans blieb weiterhin in Führung, während Sam Bird von Envision Virgin Racing Sebastian Buemi von Nissan e.dams überholte und auf den zweiten Platz vorrückte. Im Kampf um den Spitzenplatz auf dem Podium, der nun in vollem Gange war, wurde Lotterer noch weiter zurückgedrängt, während Schäden an seiner Front und dem rechten Flügel Rauchschwaden von seinem Auto aufsteigen ließen. Schließlich verlor der Deutsche den beschädigten Flügel auf der Rennstrecke und kehrte für Arbeiten an der Karosserie in die Box zurück, bevor er sich schließlich ganz aus dem Rennen zurückzog.  

Franzose Jean-Eric Vergne – der amtierende Champion und DS Techeetah Fahrer – befand sich mit seinem Teamkollegen Antonio Felix da Costa auf den Positionen Sechs und Sieben, wodurch die DS-Rennwagen beide eine mit Punkten dotierte Position belegten. Hinter Vergne war Lucas di Grassi von Audi Sport Abt Schaeffler auf Platz Acht. 

17 Minuten vor Ablauf der Rennzeit konnte Mercedes-Benz EQ Fahrer Nyck de Vries (auf Platz Fünf) am Ende der Start- und Zielgeraden nicht mehr rechtzeitig abbremsen und beschädigte den Kotflügel von Envision Virgin Racing Fahrer Robin Frijns, während er am Ende der Geraden schleudernd zum Stehen kam. Der Niederländer vermeldete per Funk technische Probleme und wurde zum vierten auf der Rennstrecke liegengebliebenen Fahrer. 

Nachdem sich Vergne bis auf Platz Fünf vorgekämpft hatte, verblieb er hinter seinem Teamkollegen Da Costa auf Platz Vier. Da er über weniger Energiereserven verfügte als sein Teamkollege, lieferten sich die beiden DS Techeetah Fahrer über Funk ein Wortgefecht mit dem Management in der Teamwerkstatt und konnten sich nicht auf eine konkrete Strategie einigen. Da Costa brach schließlich aus seiner lange beibehaltenen Position aus und nutzte seine zusätzliche Energie zum Vorbeiziehen an Buemi auf Platz Drei.   

Mit noch fünf Minuten verbleibender Rennzeit plus eine Runde bis zum Ziel baute Evans seinen Vorsprung weiter aus, gefolgt von Bird und da Costa. Der unter hohem Druck stehende Bird verschätzte sich in der 13. Kurve, schrammte an der Wand entlang und musste das Rennen ohne Chance auf einen Podiumsplatz beenden. Mit Da Costa nun auf Platz Zwei rückte Buemi vor auf Platz Drei und machte sich daran, sich seine ersten Meisterschaftspunkte der Saison zu holen. 

Obwohl Daniel Abt von Audi Sport Abt Schaeffler nach seiner Kollision im 1. Freien Training wenige Stunden vor dem Rennen in gutem Gesundheitszustand aus der Krankenstation entlassen worden war, musste er doch wenige Minuten vor Ablauf der Rennzeit aufgeben. 

Mitch Evans von Panasonic Jaguar Racing überquerte weit vor dem Rest des Fahrerfeldes die Ziellinie und holte seinen und Jaguars zweiten Sieg in der Rennserie, gefolgt von Antonio Felix da Costa von DS Techeetah und Sebastian Buemi von Nissan e.dams. 

Ergebnisse zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorläufig. Erfahren Sie die vollständigen Rennergebnisse