13 Aug 20

Happy End mit Doppelsieg: Mercedes-Benz EQ gelingt traumhafter Saisonabschluss

Besser hätte die erste Saison für Neueinsteiger Mercedes-Benz EQ in der Formel E nicht enden können. Mit einem Doppelsieg im letzten Rennen des großen Finales in Berlin feierte das Team seinen ersten Erfolg in der vollelektrischen Rennserie. Stoffel Vandoorne sicherte sich vor Teamkollege Nyck de Vries seinen ersten Sieg in der ABB FIA Formel E Meisterschaft und den Vize-Titel in der Fahrerwertung. Seine Premieren-Saison schloss das Team als bestes deutsches Team auf Rang drei ab.

„Die Saison mit einem Doppelsieg für Mercedes-Benz EQ abzuschließen, ist großartig - es hätte nicht besser laufen können für uns heute. Dass ich mir noch den zweiten Platz in der Fahrerwertung sichern konnte, rundet das Ganze perfekt ab“, sagte der überglückliche Vandoorne nach dem geglückten Happy End.

 

Vandoorne hatte auch für einen glänzenden Start in die Formel E gesorgt. Beim Diriyah E-Prix fuhr er in beiden Rennen auf Rang drei, so dass Mercedes-Benz EQ nach dem ersten Rennwochenende sogar die Teamwertung anführte. Von einigen daraufhin zum Titelkandidaten gekürt, erlebte das Team jedoch anschließend die für einen Neueinsteiger typischen Auf und Abs. „Wir konnten nicht immer unser volles Potential abrufen und hatten manchmal ein wenig Pech“, blickte der belgische Fan-Liebling zurück.

 

Das Pech betraf vor allem seinen Teamkollegen Nyck de Vries.In Santiago de Chile fuhr der Formel E-Neuling als Dritter über die Ziellinie. Doch die Freude über sein erstes Formel E-Podium währte nur kurz. Wegen eines Batteriekühlungsfehlers erhielt er eine nachträgliche Strafe. Umso größer war die Freude des Niederländers, dass am Ende seiner ersten Formel-E-Saison nun doch der Traum vom Podium wahr wurde: "Ich bin sehr erleichtert, es fällt eine enorme Last von meinen Schultern. Ich war oft so nahe dran am Podium, aber es hat nie geklappt.“

 

Richtige Schlüsse gezogen

 

Beim Finale in Berlin-Tempelhof sah es in den ersten Tagen nicht danach aus, als würde Mercedes-Benz EQ ein solch fulminanter Saisonabschluss gelingen. Mit der Qualifying-Pace tat sich das Team schwer. Aber im letzten Rennen passte das Set-Up auf den Punkt. Vandoorne, der schon in der Vorsaison für HWA RACELAB mehrfach seine starke Qualifying-Performance unter Beweis gestellt hatte, sicherte sich die Pole. Und auch im Rennen lief alles nach Plan. Vandoorne sprach von einem „perfekten Rennen“: „Wir hatten vom Anfang bis zum Ende des Laufs eine super Pace.“

 

Vor allem an der Performance seines Teamkollegen de Vries zeigte sich die an diesem Tag starke Arbeit des Teams im Hintergrund. Von Startplatz vier aus eroberte der 25-Jährige Rang zwei: „Wir haben aus unseren Fehlern gelernt und das Energiemanagement hat heute genau gestimmt.“

 

Sehr früh im Rennen hatte de Vries seine beiden Attack Modes verbraucht. Was wie hohes Risiko aussah, war jedoch taktisches Kalkül. Denn am Ende hatte de Vries genug Energie gespart, um die entscheidende Attacke gegen Sébastien Buemi für Platz zwei zu setzen.