12 Nov 19

Mahindra: Indisches Werksteam jagt Beständigkeit vor der Titelherausforderung

Mahindra Racing ist eines der beliebtesten Teams in der ABB FIA Formula E Championship. Der indische Hersteller ist dabei für seinen extravaganten Stil und die auffälligen Fahreraufstellungen bekannt. Ein Mangel an Beständigkeit hat die Titelherausforderungen des Teams in den letzten Jahren beeinträchtigt. Mit Jerome d'Ambrosio und Pascal Wehrlein sichert sich das Team auch in dieser Saison Talent auf höchstem Niveau im Cockpit. Wird das technische Paket jedoch gut genug sein, um mithalten zu können?

Mahindra ist seit seinem ersten Kampf um den Titel der rein elektrischen Rennserie in der Saison 2014/15 ein bekannter Name in der Formula E. Mahindra wurde durch den ersten Sieg von Felix Rosenqvist in der Saison 2016/17 bekannt. Der Schwede erlebte einen späten Podiumserfolg in einem letztendlich zum Scheitern verurteilten Titelkampf. Teamkollege Nick Heidfeld bewies sich mit fünf Podiumsplätzen ebenfalls in dieser Saison. Er verhalf Mahindra zu einem lobenswerten dritten Platz in der Teammeisterschaft, als sich das Team unter den Spitzenreitern etablierte.

Das indische Werksteam, das vom beliebten CEO und Teamchef Dilbagh Gill betreut wird, baute mit zwei weiteren Siegen in der Saison 2017/18 auf diesem Erfolg auf, doch Zuverlässigkeitsprobleme bremsten die Fortschritte aus. Dieses Muster wiederholte sich letztes Jahr, als d'Ambrosio mit einem dritten Platz in Ad-Diriyah und einem Sieg in Marrakesch in die Saison startete, nur dass Mahindra während der gesamten Saison dramatisch an Tempo verlor. Diesem Trend zu trotzen und langfristige Beständigkeit zu finden, ist eine Schlüsselaufgabe für den Kader im Jahr 2019/20, der beweisen will, dass er den Kampf mit den anderen OEMs aufnehmen kann.



D’Ambrosio erlebte eine schwierige Saison 2018/19. Er begann das Jahr mit seinem dritten Formula E Sieg, geriet dann aber dramatisch aus dem Rhythmus. Ein Punkterang nach den letzten sechs Rennen zeigt das Ausmaß seiner Schwierigkeiten, als der Belgier die Saison als 11. in der Fahrerwertung beendete. D'Ambrosio ist jedoch sehr erfahren – er hat bisher jedes einzelne Formula E Rennen bestritten und dabei neun Podiumsplätze geholt – und verfügt über alle Mittel, um in diesem Jahr wieder vorne dabei zu sein.


Pascal Wehrlein hat sich nach einer beeindruckenden Debütsaison, in der er nur wenige Zentimeter von seinem ersten Sieg in der Formula E entfernt war, erneut mit d'Ambrosio zusammengetan. Nachdem Wehrlein das erste Rennen aufgrund vertraglicher Verpflichtungen verpasst hatte und im zweiten Rennen in den ersten Runden ausschied, überzeugte der Deutsche das Fahrerlager mit einer umwerfenden Poleposition beim Mexiko E-Prix. Dann setzte er ein schillerndes Defensivmanöver ein und wurde von Lucas Di Grassi in die Knie gezwungen, als sein Mahindra-Wagen keinen Strom mehr hatte.



Im Qualifying für den E-Prix in Paris lieferte Wehrlein die besten Zeiten, doch beide Mahindra-Fahrer wurden wegen eines technischen Verstoßes bestraft. Der bislang jüngste DTM-Champion schaffte dennoch acht Punkte nach zwölf Starts und hat das Talent, eine Titelherausforderung zu bestehen – solange Mahindra das Equipment bereitstellen kann.

Das vollständige Profil des Mahindra Racing-Teams finden Sie hier