11 Mai 19

Analyse des Rennens von Monaco: JEV lebt seinen „Traum" aus, Rookie Rowland „überrascht" und Massa verzaubert in Monaco   

Jean-Eric Vergne stürmt zu seinem zweiten Saisonsieg, Lokalmatador Felipe Massa steigt in der Formula E das erste Mal auf das Podium auf und Rookie Rowland ist nach einer weiteren Straßenschlacht überrascht. Nachdem der Wahnsinn auf den Straßen von Monte Carlo vorbei ist, werfen wir einen Blick zurück auf das Beste des 2019 Monaco E-Prix.  

JEV beendet die Serie, die Jagd auf den Titel beginnt

„Als Fahrer ist es der Ort, von dem du immer träumst", sagte Jean-Eric Vergne von DS Techeetah wenige Sekunden nach seinem zweiten Saisonsieg im Hafen von Monaco. Ich habe noch nie ein Podium hier in Monaco gehabt... Ich erinnere mich an all die Legenden, die auf diesem Podium standen, und an die schweren Momente, die ich in der Formel 1 hatte. Daher ist es für mich etwas ganz Besonderes, heute hier zu sein." 

Mit zwei Siegen bricht der Franzose die Rekordreihe von acht verschiedenen Siegern in acht Rennen. Er holt sich die Tabellenspitze, wo er nur einen Punkt vor dem Zweiten, seinem Teamkollegen Andre Lotterer (dem europäischen Spitzenreiter der voestalpine-European Races) liegt. Trotz der beiden Siege und insgesamt 87 Punkten ist der DS Techeetah-Fahrer alles andere als selbstzufrieden. 

„Nichts bleibt wie es ist bis Ende des Jahres - so ist diese Meisterschaft. Bis zum Ende der Saison wird es extrem hart. Es ist die beste Situation, in der man sein kann, aber es ist keine angenehme Situation.

„Ich bin das beste Beispiel dafür, wie viel sich bei dieser Meisterschaft ändern kann. Ich bin hergekommen und lag auf Rang sechs und jetzt verlasse ich Monaco als Führender - in der Formula E ist nichts garantiert." 

Mit nur 33 Punkten zwischen den Top-Ten-Fahrern und weniger als einer Sekunde zwischen allen 22 Autos im Qualifying ist noch alles offen, wenn die Meisterschaft am 25. Mai nach Berlin kommt. Alles ist weiter unvorhersehbar und die Titeljagd beginnt, da das Saisonfinale in New York naht.

Massa steht bei emotionalen Heimrennen auf dem Podium 

„Ich habe nie daran gezweifelt, was ich kann", sagt Felipe Massa von Venturi. Er ist ganz klar gerührt, aber auch erleichtert, dass er seinen ersten Podiumsplatz in der Formula E beim diesjährigen Heimrennen von Venturi in Monaco sicherte. 

„Das klare Rennen, das wir hatten, ist sehr wichtig für uns. Ich hätte vor diesem Rennen auf ein Podium fahren können, aber es ist immer etwas dazwischengekommen." 

Nach einem ereignislosen Saisonstart kommt Massas Sieg in Monaco nach dem Erfolg seines Teamkollegen Edoardo Mortara, der den Sieg in Hongkong geerbt hatte. Obwohl es sich um eines der kleinsten Teams der Meisterschaft handelt, haben die Underdogs Venturi in dieser Saison gezeigt, dass das Team den siebten Platz der letzten Saison verbessern kann. 

„Während des Rennens bin ich an den Tribünen vorbeigegangen und habe gehört, wie meine Kinder nach mir riefen - das war unglaublich. Nach der Siegerehrung weinte unser Teamchef Gildo Pastor und dankte mir, weil ich hier für uns in Monaco gewonnen habe. Nach allem, was er durchgemacht hat, denke ich, dass uns dieser Sieg soviel gibt. Er bringt allen von uns im Team eine große Freude."

„Überraschten" Rookie Rowland sollte man im Blick haben

"Ich bin immer noch überrascht", sagt Nissan e.dams Oliver Rowland nach seinem zweiten Podium in seiner kurzen Formula E Karriere. Mit zwei Podiumsplätzen und drei Polepositions liegt Rowland mit 59 Punkten auf Rang neun in der Meisterschaftswertung - nur 28 Punkte hinter dem Führenden der Meisterschaft, Jean-Eric Vergne.

„Ehrlich gesagt, denke ich jedes Mal im Ziel: das war's. Es ist so viel Druck, immer wiederzukommen und Höchstleistung zu bringen. Ich habe echt Respekt vor meinem Teamkollegen - er hat mir so viel beigebracht. 

„Wir pushen uns gegenseitig - zu Beginn der Saison war ich nicht in seiner Nähe, aber dann habe ich einen großen Schritt gemacht, weil ich von ihm gelernt habe. Ich bin sicher, er wird die Dinge, die ich anders mache, aufnehmen und mit in seine Kabine nehmen." 

Im Vergleich zu seinem Teamkollegen Sebastien Buemi, der bis heute der einzige Formula E Fahrer in Monaco war, liegt Rowland jetzt vier Plätze vor seinem erfahrenen Formula E Mentor. Wenn die Form des britischen Fahrer weiter so gut ist, besteht eine Chance, dass er beim Finale in New York in einer günstigen Position ist. 

Seien Sie dabei, um noch mehr Formula E zu erleben, wenn die Meisterschaft nach BERLINam 25. Mai kommt