07 Mrz 19

Stat Attack: 10 Dinge, die Sie über das Rennen in Hongkong noch nicht wussten

Nur wenige Tage vor dem Start des HKT Hongkong E-Prix 2019 am 10. März an der Harbourfront von Hongkong und dem 50. Lauf der ABB FIA Formula E Championship, werfen wir einen Blick auf die weniger bekannten Statistiken und Fakten rund um das Rennen in Hongkong.

10. 50 Formula E Rennen 

Vier Jahre, fünf Monate und 25 Tage nach dem Eröffnungsrennen in Peking startet unser 50. E-Prix. Feuerwerk, Konfettikanonen und Champagner, der in Strömen fließt – was 2011 als Traum auf eine Serviette gekritzelt wurde, findet nun schon zum 50. Mal statt. Bravo. In dieser Zeit haben wir in 20 Städten auf fünf Kontinenten Rennen veranstaltet, haben 13 globale Hersteller für diese Serie begeistert und zehn verschiedene Fahrer auf dem Podium gesehen. Danke an alle. Es war ein Höllenritt, aber keine Sorge, das Beste kommt noch.

Schalten Sie ein und erleben Sie die ganze Action des HKT Hongkong E-Prix 2019 

9. Die Berühmten Fünf 

Fünf Fahrer sind bei jedem Formula E Rennen gestartet. Das sind (in der Reihenfolge der erzielten Punkte) Lucas di Grassi (645), Sam Bird (501), Daniel Abt (309), Jérôme d’Ambrosio (289) und Nelson Piquet Jr. (237).

Formula E Rennfahrer Lucas Di Grassi

8. Spice Harbour

Hongkong, Gastgeber des dritten Formula E Rennens, ist eine Sonderverwaltungszone Chinas und ehemalige britische Kolonie. Nach mehr als 150 Jahren britischer Herrschaft ist das gesamte Gebiet seit 1997 wieder unter der Staatshoheit von China. Hongkong hat es einen bedeutenden Hafen, einen führenden internationalen Finanzmarkt und ist mit seinen 7,5 Millionen Einwohnern eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt. Der Name bedeutet übersetzt „duftender Hafen“ und wurde als Spice Harbor bekannt, von dem aus asiatische Gewürze in die ganze Welt exportiert wurden.

Formula E Hongkong

7. Hafenkulisse

Die 1,86 km lange Rennstrecke mitten im Hafenviertel ist einer der absoluten Favoriten im Rennkalender der Formula E. Auf den Straßen der Stadt rasen alle 22 Autos und Fahrer an den Sehenswürdigkeiten der Stadt, dem International Finance Center, dem Hong Kong Observation Wheel und der Hong Kong City Hall vorbei. Schon ganz am Anfang wurde die Strecke als potenzieller Austragungsort für das erste Rennen der rein elektrischen Serie angekündigt. Aber erst am 9. Oktober 2016 veranstaltete die Stadt einen E-Prix als erstes großes internationales Motorsport-Event. 

Hongkong Streckenkarte

6. Offene Rechnungen

Bis jetzt gab es in Hongkong drei verschiedene Gewinner aus drei verschiedenen Teams und auch drei verschiedene Polesitter in den drei Rennen, die hier stattfanden. Obwohl Audi Sport Abt Scheffler Rennen an neun verschiedenen Formula E Standorten gewonnen hat, hat es das Team in Hongkong noch nie geschafft. Dabei hatte sich Daniel Abt von Audi in der letzten Saison schon die Zielflagge geholt, bevor er dann disqualifiziert wurde. Mit dieser schmerzhaften Erinnerung an Hongkong wird das Team versuchen, den Sieg diesmal nach Hause zu bringen. 

5. Fürs Protokoll

Der Mann, den es diesmal zu schlagen gilt, ist Sebastien Buemi von Nissan e.dams, der am 3. Dezember 2017 vor dem zweiten Rennen im Doppelfinale der letzten Saison die schnellste Runde mit 1:02.002 Sekunden im Training vorlegte. Mit dem stärkeren Gen2-Auto, das jetzt auf die Straße geht, können Sie sich darauf freuen, dass der Rundenrekord fallen wird.

4. Wolkenkratzer im Zentrum führen zu Kommunikationschaos 

Mit über 350 Wolkenkratzern an der Uferlinie befinden sich in Hongkong die meisten Supertürme der Welt. Das ist natürlich eine beeindruckende Kulisse. Mehrere Fahrer berichtetet jedoch von Funkproblemen, weil die Gebäude die Übertragung stören, so dass sie ihr Energiemanagement selbstständig neu berechnen mussten. 

3. Duell bis ins Ziel 

Die Saison 2017/18 begann und endete mit einem Duell zwischen dem späteren Meister Jean-Eric Vergne und Sam Bird. Bird gewann das erste Rennen der letzten Saison in Hongkong, als er den Franzosen auf den zweiten Platz verwies, nachdem beide den Auftakttag dominiert hatten. Nach der Besetzung der ersten Reihe (mit Vergne auf der Pole) führte das Paar praktisch das gesamte Rennen und wechselte die Positionen knapp vor der Hälfte. Bird holte schließlich den Sieg mit der zweitgrößten Gewinnspanne der Formula E, indem er die Ziellinie mit 11,575 Sekunden Vorsprung vor dem Techeetah-Fahrer überquerte. 

2. Tausend Punkte 

Bei einem aktuellen Stand von 954 Punkten steht Audi angesichts des bevorstehenden Rennens in Hongkong kurz davor, die 1000 Punkte in der Formula E zu erreichen. Um das zu schaffen, brauchen sie einen Doppelsieg und eine Poleposition. Und dass sie das können, haben uns die deutschen Motorsport-Meister schon demonstriert. In der vergangenen Saison erzielte das Team in Berlin sogar eine Höchstzahl von 47 Punkten von beiden Fahrern (29 von Daniel Abt und 18 von Lucas di Grassi), als Abt auch eine schnellste Runde in die Wertung eingebrachte. 

1. Chaos City

Das letzte Formula E Rennen in Hongkong begann und endete unter dramatischen Umständen. Das Rennen hatte kaum begonnen, als der Polesitter Felix Rosenqvist in der ersten Kurve in Schleudern kam. Aber der ehemalige Mahindra-Mann war nicht der einzige Fahrer, der die Absicht zu haben schien, aus der Konkurrenz auszuscheren. Edoardo Mortara fuhr in Richtung seines ersten Sieges in der Formula E (und den von Venturi), als er drei Runden vor dem Ziel ins Schleudern kam und den Sieg Daniel Abt überließ, so sah es jedenfalls aus... Der Deutsche glaubte, zu seinem 25. Geburtstag das beste Geschenk aller Zeiten erhalten zu haben und feierte den Sieg auf dem Podium. Doch dann wurde der Audi-Fahrer disqualifiziert, weil sein Auto nach dem Rennen die Abnahme nicht bestanden hatte. Ganz am Ende waren die beiden Fahrer, die in der ersten Reihe gestartet waren, auf den ersten beiden Positionen. Felix Rosenqvist war am Ende Sieger, nachdem er vom zweiten auf den ersten Platz befördert worden war. Mortara, sein Mitstreiter, verbesserte sich von Rang drei auf zwei, und Mitch Evans holte ebenfalls einen Platz auf. Damit standen er und Jaguar das erste Mal auf dem Podium der Formula E.