12 Jul 19

„Die größte Bedrohung für mich bin ich selbst“ - kann Vergne seine inneren Dämonen besiegen?

Knapp neun Monate und elf Rennen sind vergangen, seit Jean-Eric Vergne von DS Techeetah erklärt hat, dass die größte Bedrohung für seinen zweiten Titel bei Meisterschaft - ganz einfach - er selbst ist.

„Jeder macht einen ehrgeizigen Eindruck", sagte der Franzose im Oktober 2018 bei den vorsaisonalen Tests. 

„Ich erwarte eine sehr harte und enge Saison. Ich denke, dass jeder eine Gefahr ist, aber die größte Bedrohung für mich geht von mir selbst aus.

„Wenn ich einen Fehler mache, ist es egal, was die anderen machen – ich werde keine Punkte bekommen. Wir dürfen keine Fehler machen... das ist mein Ziel." 

Vergne hatte nach seinem ersten Meistertitel in der Formula E Grund zur Skepsis. Den Titel für eine zweite Saison in Folge zu behalten, ist eine gewaltige Herausforderung, vor allem mit neuen Teams, neuen Fahrern und der größten Autoentwicklung in der Geschichte der Serie. Kurz gesagt, der Franzose ist in dieser Saison unter mehr Druck geraten als in seiner gesamten bisherigen Karriere. Immerhin ist er derjenige, welcher den Titel verlieren kann. 

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Seit seinem Eintritt bei Formula E im Jahr 2014 ist Vergnes Einfluss auf die Serie nicht unbemerkt geblieben. In fünf Saisons und 54 Rennen hat der Franzose acht Siege und 20 Podiumsplätze eingefahren - mehr haben nur Lucas di Grassi und Sebastien Buemi von Audi Sport Abt Schaeffler erreicht. 

Außerdem ist er der zweithöchste Pole Scorer (nach Buemi) und der dritthöchste Punktverdiener mit 571 Punkten. Auch hier haben nur die erfahrenen Ex-Champions Grassi und Buemi seine Gesamtleistung übertroffen.

Jean-Eric Vergne siegt beim Formula E Rennen in Monaco

Während der Champion 31 Rennen brauchte, um seinen ersten Sieg zu holen, sicherte er sich beim dritten Rennen der rein elektrischen Serie am 13. Dezember 2014 in Punta del Este mit Andretti die Poleposition bei seinem Formula E Debüt. Vergne beendete die Premierensaison als Siebter, belegte in seiner zweiten Saison den neunten Platz und wurde in seiner dritten Saison Fünfter. Im vergangenen Jahr, der vierten Saison der Formula E, holte er den Titel.  

Jetzt, wo wir die Stunden bis zu Vergnes zweitägiger Abrechnung in New York City herunterzählen, sind alle Augen auf den Franzosen gerichtet, der mit dem ersten Titelgewinn in Folge Geschichte in der Serie schreiben will.

Nach dem Finale im vergangenen Jahr landete Vergne mit 23 Punkten Vorsprung vor Sam Bird von Virgin Racing im Big Apple. Der DS Techeetah-Frontmann gewann die Meisterschaft nach zwei Rennen in New York mit 54 Punkten Vorsprung (von Lucas di Grassi, der Bird überholt hatte und die Saison als Zweiter beendete). 

Vergne führt diesmal erneut die Tabelle mit 32 Punkten Vorsprung an - nur Lucas di Grassi auf dem zweiten Platz hat eine realistische Chance, die Träume des amtierenden Champions von einem erneuten Titel zu zerstören.

Na ja, vielleicht ist es nicht nur di Grassi. Mit Vergnes eigenen Worten: „Die größte Bedrohung für mich bin ich selbst.“

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