13 Jan 19

Nico Müller legt im Marrakesch-Rookie-Test das zweite Jahr in Folge die beste Zeit hin

Im zweiten Jahr in Folge führt Nico Müller (Audi Sport Abt Schaeffler) nach dem gestrigen spannenden E-Prix in Marrakesch die Saisongesamtwertung für den Rookie-Test der ABB FIA Formula E Championship an. Der Deutsche lieferte am späten Nachmittag eine beeindruckende Zeit von 1m17.074s ab.

Dazu Müller: „Es hat großen Spaß gemacht. Ich habe das Gefühl im Gen2-Auto wirklich genossen. Nachdem es in Riad nicht so glatt lief, hatten wir heute wieder einen guten Tag. Wir hatten ein umfangreiches Testprogramm zu absolvieren und eine Menge Dinge für das nächste Formula E-Event zu testen.

Ich bin froh, dass die meisten Punkte abgehakt sind. Ich habe viel gelernt und denke, dass wir jetzt besser auf das vorbereitet sind, was kommt. Die Zeitaufstellung anzuführen, ist natürlich schön.“

Müller verwies James Rossiter (DS TECHEETAH) mit nur knapp über einer Zehntelsekunde Vorsprung auf den zweiten Platz. Antonio Fuoco (GEOX DRAGON) beendete den Tag mit einer Zeit von 1m17.338s als Drittschnellster.

Eine vielseitige Mischung aus jungen Talenten und alten Hasen begab sich auf die 2,971 km lange Strecke. Teilnehmen darf nur, wer noch keine e-Licence besessen hat. Im Laufe des Tages gab es zwei Sessions. Nachdem die Wintersonne die Strecke am Nachmittag aufgeheizt hatte, verbesserten sich auch die Rundenzeiten.

Der vielversprechende junge Niederländer Nyck De Vries war Fünftschnellster, obwohl sein Envision-Virgin-Racing-Auto leicht beschädigt wurde, was seine Zeit auf der Strecke verkürzte. Er lag ein Zehntel vor Jann Mardenborough (Nissan e.dams) auf Rang sechs.

Tatiana Calderon, die im Dezember im Ad-Diriyah-Test für DS TECHEETAH fuhr, erzielte am Vormittag eine beeindruckende Zeit von 1m17.674s, was für den vierten Platz im gestrigen Super-Pole-Shootout gereicht hätte. Die Kolumbianerin erzielte letztendlich die siebtbeste Gesamtzeit, fuhr aber nicht am Nachmittag bei den höheren Temperaturen.

„Die Strecke hier ist speziell. Man muss den Bremsen mehr vertrauen“, so die Botschafterin für das European Young Women Program – The Girls on Track – der FIA nach ihrem Morgenlauf.

„Die Erfahrung auf beiden Strecken ist gut für mich. Ich hoffe, dass ich dem Team helfen kann, das Auto zu verbessern. Die Formula E gewinnt für mich mit jedem Tag an Reiz.“

Der BMW-Pilot Bruno Spengler hielt sich fast den ganzen Tag an der Spitze der Zeitenliste. Am Morgen fuhr er die drittschnellste Zeit, am Nachmittag verbesserte er sich jedoch nicht besonders und erreichte schließlich die achtschnellste Runde des Tages.

Nach einem harten E-Prix in Marrakesch für den HWA-RACELAB-Kader erzielte der 24-jährige Rookie Raffaele Marciello eine Rundenzeit in den Top-Ten, sechs Zehntel langsamer als die Spitzen-Pace. Der monegassische Youngster Arthur Leclerc (Venturi Formula E Team) machte die zehn Plätze voll und liegt damit einen Platz vor seinem Teamkollegen Norman Nato. Beide Fahrer verbesserten sich gegenüber den Rundenzeiten vom Morgen deutlich.

Im Verlauf des Tages gab es kaum Störungen. Einzig der Crash von Jamie Green (Audi) in Kurve 7 sorgte im letzten Teil für eine längere Unterbrechung.