31 Jan 19

Formula E-Gründer führt ein radikal neues Offroad-Rennkonzept ein – die Extreme E

Wir sind nicht neu im elektrischen Rennsport – das ist unser Job. Seit heute zählt jedoch eine radikal neue Serie namens Extreme E zu den rein elektrischen Rennen. Ins Leben gerufen wurde sie von Motorsport-Legende Gil de Ferran und Unternehmer Alejandro Agag. 

Die bahnbrechende elektrische Offroad-Rennserie findet an fünf der außergewöhnlichsten und entlegensten Orten der Welt statt. Ziel ist es, die Leistung von elektrischen Sport Utility Vehicles (SUVs) im Wettbewerb in extremen Umgebungen zu präsentieren. Somit möchte die Serie die Herausforderungen hervorheben, mit denen die verschiedenen Ökosysteme im Zuge dieses noch nie dagewesenen Klimawandels konfrontiert sind.     

„Ich war schon immer sehr daran interessiert, die Elektrofahrzeugtechnologie voranzutreiben und umweltfreundliche Lösungen für Transport und Verkehr zu finden, die einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels leisten", sagte Alejandro Agag beim Start der Serie an Bord seiner neuen schwimmenden Operationsbasis, dem ehemaligen Royal Mail Ship St. Helena, neben der Tower Bridge in London.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Extreme E dazu beitragen kann, die Welt schneller nachhaltig zu gestalten. Und wir haben ein Dreamteam, um dieses Ziel zu verwirklichen."  

Extreme Umgebungen

Ab Januar 2021 wird die Offroad-Racing-Action in fünf Gebieten mit einzigartiger Natur und Schönheit stattfinden, die derzeit vom Klimawandel bedroht sind. Durch Rennen in der Arktis, im Himalaya, in der Sahara, im Amazonas-Regenwald und auf Inseln im Indischen Ozean will die Extreme E das Bewusstsein für die speziellen Probleme schärfen, mit denen die Ökosysteme konfrontiert sind: schmelzende Polkappen, Abholzung, Wüstenbildung, abschmelzende Gebirgsgletscher, Plastikverschmutzung und steigende Meeresspiegel.

Die Serie wird in Zusammenarbeit mit der Formula E veranstaltet und als klassisches Rundenturnier in zwei Gruppen mit je sechs Teams durchgeführt. Dabei kommen die Top-Vier in die K.o.-Runde, in der die Fahrer gegeneinander antreten, um sich einen Platz im Finale zu sichern. Die Offroad-Etappen sind etwa 6–10 km lang und verfügen über eine Reihe von virtuellen Toren, die die Fahrer durchfahren müssen – und das alles bei extremer Hitze und Feuchtigkeit, großer Höhe und Minusgraden.

„Dieses Projekt ist wirklich spannend", sagte Gil de Ferran, Vorsitzender der Extreme E.

„Die Extreme E bietet ein einmaliges Sport-, Abenteuer- und Unterhaltungskonzept, das noch nie zuvor gesehen oder umgesetzt wurde.

„Die Zuschauer können eine völlig neue Art des Sportkonsums erwarten, wobei jede Episode nicht nur die Geschichte eines Rennens erzählt, sondern die Extreme E bei der breiten Masse außerdem das Bewusstsein und die Notwendigkeit fördert, diese abgelegenen und herausfordernden Umgebungen zu schützen.“

„Blauer Planet trifft Dakar“

Entgegen dem Trend der Sender soll die Extreme E in Form einer Doku-Sportserie vom Oscar-prämierten Filmemacher und neuen Art Director der Extreme E, Fisher Stevens, produziert werden. „Der elektrische Rennsport ist für mich zu einer Leidenschaft geworden, als ich zusammen mit Leonardo DiCaprio an einem neuen Dokumentarfilm über die vierte Staffel der Formula E gearbeitet habe, der in diesem Jahr erscheinen wird", sagte Stevens. 

„Ich denke, dieses revolutionäre Konzept kann sowohl zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, als auch dazu, neue Standards für die Übertragung aller Sportarten zu setzen, nicht nur für den Motorsport. 

„Mein Fokus liegt auf der Zusammenstellung eines brillanten Teams von Erzählern, sowohl erzählerisch als auch visuell, um eine Serie von Dokumentarfilmen zu erstellen, die die Zuschauer des 21. Jahrhunderts nicht nur überzeugend, sondern auch inspirierend finden. Blauer Planet trifft Dakar."  

Schwimmende Operationsbasis 

Die Extreme E, die an Bord des ehemaligen Royal Mail Ship St. Helena neben der Tower Bridge in London präsentiert wurde, bekräftigte ihr Engagement für CO2-Neutralität und führte an jedem Reiseziel langfristig wirkende Initiativen durch, um zur Wiederherstellung und Regeneration beschädigter Ökosysteme beizutragen, die bereits vom Klimawandel betroffen sind. Der britische Entdecker und Umweltschützer David de Rothschild kündigte an Bord des Schiffes an, die Position des Chief Explorer der Extreme E und somit die Mission zu übernehmen, elektrische Rennen an einige der entlegensten Orte der Welt zu bringen.

„Die Extrem E erfährt viel angespannte Erwartung und Aufmerksamkeit. Ich freue mich darauf, eine globale Storytelling-Plattform für die Natur zu initiieren, die auf Wissenschaft, Innovation, Erforschung und Optimismus basiert", sagte David de Rothschild.

„Das Rennen, einen Leitfaden für Lösungen und positive Umweltmaßnahmen im Interesse der Natur zu finden, hat gerade erst begonnen."

Das bereits vollständig finanzierte Unternehmen hat sich die Unterstützung von Continental Tyres als Gründungspartner und offizieller Reifenlieferant und der brasilianischen Firma CBMM als Lieferant von Niobium gesichert, das in der Chassis der vollelektrischen SUVs eingesetzt wird.

Erfahren Sie mehr über die Extreme E