16 Feb 19

Wahnsinn in Mexiko: Grassi siegt auf wundersame Weise bei Fotofinish

  • Di Grassis bestätigt im Fotofinish, dass er in Mexico Stadt der Beste ist 
  • Chaotischer Crash in der Anfangsphase wirft Nelson Piquet Jr. aus dem Rennen.
  • Wehrlein erschöpft und besiegt 
  • Nissan wird der Wahnsinn von Mexico zum Verhängnis

Was alles passiert ist...

Oliver Rowland von Nissan e.dams nutzte das Chaos und die Blockaden in Kurve 1 und rückte von Rang vier auf Platz zwei hinter den Führenden und Mahindra Racing-Fahrer Pascal Wehrlein vor. Am Ende des Fahrerfelds kämpfte sich Sam Bird von Envision Virgin Racing drei Plätze auf Rang 19 vor. 

Weniger als fünf Minuten nach Rennstart kollidierte Nelson Piquet Jr. von Panasonic Jaguar Racing mit dem Heck des amtierenden Champions Jean Eric Vergne (DS Techeetah). Bei der Einfahrt in Kurve 14 brachte er sein Auto über das von JEV und fuhr in die Barriere auf der anderen Seite der Schikane, welche die Kurven 14, 15 und 16 bildet. Gut durchgeschüttelt kletterte Piquet Jr. aus seinem zerstörten I-Type 3 heraus und in das Medical Car hinein. Unter roter Flagge kehrten die Autos in die Boxen zurück, während das Wrack von der Strecke geräumt wurde, sodass das Team die beschädigten Autos reparieren konnte.

Da die Zeit unter der roten Flagge weiter heruntergezählt wurde, fiel die Entscheidung, 26 Minuten hinzuzufügen, um die Ausfallzeiten auszugleichen. Als alle wieder aus der Boxengasse kamen und hinter dem Safety Car waren, wurde die Uhr auf 40 Minuten verbleibende Rennzeit zurückgestellt. 

Kurz nach dem Neustart des Rennens attackierte Antonio Felix da Costa von BMW I Andretti Motorsport auf fünfter Position Sebastien Buemi von Nissan e.dams, um sich auf Rang vier zu verbessern. Kopf an Kopf ging es durch Kurve 15, aber Buemi hielt da Costa auf Distanz. 31 Minuten vor Schluss des Rennens hatten alle außer Daniel Abt (Audi Sport Abt Schaeffler) und Alex Sims (BMW) mindestens einen ANGRIFFSMODUS eingesetzt, von zwei, die erlaubt waren. Beim Rennen in Mexiko-Stadt dürfen die Fahrer den Power Boost während des Rennens zweimal jeweils vier Minuten lang nutzen. 

Die Spitze des Fahrerfelds führte Pascal Wehrlein an, mit Rowland und di Grassi auf den Plätzen zwei und drei. Weiter hinten im Feld wurde Vandoorne wegen zu frühem Einsatz seines FANBOOSTs und weil er zu viel Energie verwendet hatte, untersucht und zu einer Durchfahrtsstrafe plus einer Strafe von fünf Sekunden für den belgischen Rookie führte.  

Nur neun Minuten vor Schluss setzte di Grassi alles auf den zweiten Platz und nutzte in letzter Minute den ANGRIFFSMODUS. In der nächsten Runde nutzen ihn auch Rowland und sein Teamkollege Buemi als Vierter. Auf der Jagd nach einem Podiumsplatz schob sich di Grassi auf den zweiten Platz und schickte Rowland auf den dritten Platz vor Buemi, der auf dem vierten Platz blieb. 

Ganz verrückt nach dem Sieg, blieb di Grassi an Wehrleins Heck und nutzte seine zusätzliche Energie, um auf der Start-/Ziel-Linie letztendlich an ihm vorbeizukommen. Buemi und Roland fielen mit nur noch zwei Prozent Energie zwei Runden vor Rennende an das Ende des Fahrerfeldes zurück. Wehrlein, der seine Energie dafür verbraucht hatte, di Grassi abzuwehren, war am Ende - nur wenige Meter vor dem Ziel war seine Power bei Null Prozent. Di Grassi machte einen Satz und ging innen vorbei, so dass er sich den Sieg um Haaresbreite holte. Damit lag der Mahindra-Fahrer auf Platz zwei und da Costa auf Platz drei.    Wehrlein verlor mit fünf Sekunden Strafe seinen Podiumsplatz und so ging der zweite Platz an da Costa und der dritte Platz an Edoardo Mortara von Venturi.