12 Dez 19

The Race For Clean Air - Di Grassis bewegender Kampf gegen die Luftverschmutzung

Riesige Müllberge vor den Toren einer Weltstadt, Menschen wühlen im Abfall, Smog vernebelt die Sicht. Es sind erschreckende Bilder, mit denen der Dokumentarfilm „The Race For Clean Air“ auf eines der drängendsten Probleme unserer Zeit aufmerksam macht.

Dem Kampf gegen die Luftverschmutzung hat sich auch die ABB FIA Formel E verschrieben, die die Doku ab sofort auf ihrem YouTube-Kanal zeigt. 

Für den Film reiste Formel-E-Pilot Lucas di Grassi nach Indien, genauer gesagt nach Neu-Delhi - die Großstadt mit der weltweit größten Umweltbelastung. Die Luftqualität dort ist so schlecht, dass der Aufenthalt in der Stadt dem Rauchen von zehn Zigaretten pro Tag entspricht.  

Ein extremer Gegensatz zum gewohnten Umfeld des brasilianischen Piloten vom deutschen Team Audi Sport ABT Schaeffler, der mit seiner Familie im mondänen Monaco lebt. Frau, Kind, Monte Carlo – man denkt, di Grassi könnte voll und ganz sein Leben als Rennfahrer genießen. Doch der 35-Jährige tickt anders:

„Ich denke, es ist eine moralische Pflicht, das Wissen, das man sich in seinem Beruf erwirbt, zu nutzen, um die Gesellschaft zu verbessern. Bei der Frage, wie Motorsport die Gesellschaft verbessern kann, habe ich mich immer schwergetan. Denn wie meine Mutter immer gesagt hat: Du fährst ständig im Kreis und kommst wieder am selben Fleck an.“

Seit der ersten Formel-E-Saison 2014/2015 fährt der Brasilianer in der Formel E. Die Zeit in der elektrischen Rennserie veränderte ihn auch persönlich, wie er erzählt: 

„Mit der Formel E hat es dann klick gemacht: Hier geht es nicht nur um den Spaß Motorsport. Die Formel E gibt auch eine Richtung für die Zukunft vor, um die Technologien auf eine höhere Stufe zu heben. Nicht nur für eine bessere Zukunft, auch für eine günstigere Zukunft, für die Verbesserung der Lebensqualität im Kampf gegen die Luftverschmutzung.“

Deshalb engagiert sich di Grassi auch als UN-Klimabotschafter. In dieser Mission reiste er nach Neu-Delhi. Vor Ort machte er sich selbst ein Bild, sprach mit Betroffenen und Experten - und sah sich auch konkrete Maßnahmen an, die vor Ort bereits gegen die Luftverschmutzung getroffen werden.

Sein Fazit: „Man erkennt, dass das Problem viel komplexer ist. Die größte Herausforderung, die ich in Indien gesehen habe, ist, wirtschaftliches Wachstum auf nachhaltige Art und Weise zu kreieren.“